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Monopoly Interviews

Klaus Armbrüster, 3-facher Deutscher Monopoly-Meister.

Der 38jährige Wormser Malermeister Klaus Armbrüster war insgesamt dreimal amtierender deutscher Meister in Monopoly. 1976, 1983 und 1985. Bei den anschließenden Weltmeisterschaften belegte er die Plätze 3, 10 und 6.

Frage: Armbrüster:
Herr Armbrüster, wie wird man Deutscher Meister? Man versucht immer die richtigen Straßen zu kriegen. Und dann riskiere ich immer alles. Mein Prinzip heißt: Alles oder nichts. Ich investiere alles in Häuser und verschulde mich über beide Ohren.
Das hat ein Herr Schneider auch getan. Welches sind denn die richtigen Straßen? Die hellblauen, also beispielsweise die Poststraße und die braunen Felder, etwa die Wiener Straße.
Warum gerade die? Das ist eine Frage der mathematischen Wahrscheinlichkeit. Die Spielfiguren landen häufiger im Gefängnis und auf dem Losfeld. Was mit dem Ge-fängnisfeld und den Ereigniskarten zusammenhängt. Wenn sie diese Felder wieder verlassen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, auf den eben erwähnten Straßenzügen zu landen.
Was reizt Sie an Monopoly? Ich habe immer ein Faible für das Spiel gehabt. 1975 habe ich dann das erste Mal an Meisterschaften teilgenommen. Ich wurde Wormser Meister, erst ein Jahr später dann Deutscher Meister.
Ist es eher ein Taktik- oder ein Glücksspiel? Natürlich ist Taktik auch wichtig, aber ich habe immer eine Menge Glück gehabt.
Sie hatten auch bei der Zulassung zur Meisterschaft großes Glück. Ja, 1983 wurde ich als Titelverteidiger versehentlich auf die Zugspitze eingeladen. Ich hatte den Titel 1980 verloren und hätte nicht zugelassen werden dürfen. Es gab aber einen Wechsel bei der Veranstaltungsagentur und die haben mich mitspielen lassen.
Sie waren mal Präsident des Deutschen Monopoly-Clubs? Das ist richtig. Aber ich hatte dann nicht mehr die Zeit. Mein Beruf ging vor.
Lohnt sich Monopoly-Spielen? Wenn Sie in die Endrunde kommen, dann schon. Dem Weltmeister winkt der Inhalt eines Spiels in echten Dollars. 1985 stand der Dollar bei 2.80 DM. Da waren 45.000 Mark im Pott
Mittlerweile gehören Sie zu dem WM-Oldies. Nicht ganz. Am häufigsten hat ein Australier bei Weltmeisterschaften mitgespielt. Ich halte Platz 2, was die WM-Teilnahmehäufigkeit anbelangt.
Ist es schwer, einen Titel zu verteidigen? Ja, sehr. Sie werden oft boykottiert. Wenn einer am verlieren ist, gibt er all seine Sachen für'n Appel und'n Ei an den Spielzweiten - nur damit ich die Führung verliere.
Was sagt Ihre Frau zu Ihrer Leidenschaft? Die WM in New York war praktisch unsere zweite Hochzeitsreise. Wir hatten kurz vorher geheiratet. Es war immer toll.
Wenn Sie nicht Monopoly spielen, was bevorzugen Sie dann? Ich spiele ansonsten Skat, Risiko, Bluff, Poker und Stratego.
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