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| Monopoly für Sammler | ||
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| Monopoly for Collectors |
Preis | Der Auktionator blickte noch einmal prüfend in
die Runde, dann schlug er mit dem Hammer zu. Kurz darauf wiederholte sich die
Szene im New Yorker Auktionshaus Christie's und zwei ehemalige Besitzer
von Monopoly- und Vorläufer-Spielen konnten sich freuen. 11.000 Dollar
hatte ein Sammler- für das Vorläufer-Spiel "The Landlord's Game" hingeblättert, das erste Monopoly-Spiel von 1933 fand sogar für 22.000 Dollar einen Liebhaber. Monopoly-Vater Charles Darrow hatte seinerzeit 4 Dollar verlangt, eine gigantische Wertsteigerung. |
| Ein lohnendes Feld für Sammler |
Länder | Für Sammler ist Monopoly ein lohnendes
Feld. Vergleichbar mit Sammelgebieten wie Coca Cola oder Werbefiguren.
Das Sammelgebiet bietet eine Fülle von Möglichkeiten. Neben den offiziellen
Parker-Spielen kommen die Vorläufer-Spiele und die Darrow-Modelle in Betracht.
Es gibt sogar Collectors, die versuchen, alle Monopoly-Ausgaben in
den verschiedenen Sprachen zusammenzutragen. Aktuell wird Monopoly in 80
Ländern verkauft und ist in 25 Sprachen erhältlich: Französisch, Italienisch,
Spanisch, Deutsch, Niederländisch, Flämisch, Schwedisch, Russisch, Norwegisch,
Griechisch, Portugiesisch, Japanisch, Chinesisch, Hebräisch, Englisch,
Kroatisch, Isländisch, Tschechisch und Indisch.
Es gibt verschiedene spanische Versionen in Kolumbien, Spanien und
Venezuela. Die diversen Spiele unterscheiden nicht nur durch die Sprache,
sondern eben auch durch unterschiedliche Straßenbenennungen. Die
Rue de la Paix entspricht bei uns der Schloßallee und drüben dem Boardwalk. Selbst eine Blindenausgabe hat es gegeben. |
| Zahlreiche Regional- ausgaben und Sonder- editionen |
Sonder- ausgaben |
Dazu kommen zahlreiche Regionalausgaben, es
existiert sogar eine bayerische Version. Daneben erscheinen Remakes, 1982
wurde beispielsweise in einer Auflage von 10.000 Stück das Berliner
Monopoly von 1936 wieder aufgelegt. In den USA werden auch für einzelne
Städte Monopolys produziert. Das New Yorker Monopoly - es kam zum
Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr heraus - war innerhalb kürzester
Zeit vergriffen. Außerdem sind Sondereditionen zu beachten, die
anläßlich der Jubiläen (50 Jahre Monopoly, 60 Jahre Monopoly, Europa-Ausgabe)
herausgekommen sind. Ferner gibt es Kinder-, Reise- und ganz edle
Spezialausgaben. Bei Franklin Mint erschien 1991 beispielsweise
eine Sammleredition für 1.250 Mark. Diese Luxusausführung bestand aus
einem erhabenen hölzernen Spielbrett und detailliert gefertigten Häusern in
Druckguß, teils vergoldet, teils versilbert. Die Spielfiguren wurden
aus Zinn gefertigt. 1978 wurde im Weihnachtskatalog des amerikanischen Kaufhauses Neiman Marcus ein Schokoladen-Monopoly für 600 Dollar offeriert und von Alfred Dunhill ist eine Edelausgabe bekannt, die für 25.000 Dollar angeboten wurde. Häuser und Hotels sind aus Gold und Silber. |
| Adaption für andere Spiel- systeme |
Systeme | Daneben wird Monopoly auch für andere
Spielsysteme adaptiert. So existiert eine Monopoly-Version für das
Nintendo Entertainment System (INES), ein Monopoly-Würfelspiel und ein
Monopoly-Playmaster. Die Monopoly NES-Version läuft nach den Regeln
des Brettspiels. Das Spiel wird beschleunigt durch die Rolle des
Computers: er fungiert als Bank und führt gleichzeitig bis zu
acht Computer-Gegenspieler. Beim Monopoly-Playmaster erklingt die Melodie "We're in the money", würfelt ein Spieler ein Pasch, tönt ihm "Merrily we roll along" entgegen. Zahlt der Spieler sein Darlehen zurück, darf er sich über Beethovens 5. Sinfonie freuen. Monopoly gibt es als Geldspielgerät für Gaststätten und neuerdings als elektronischen Bistrotisch. Auch der Blick auf sogenannte Monopoly-Merchandising-Artikel lohnt. Zu denken ist hier an Produkte mit dem bekannten Spielplan oder der Figur Rich Uncle Pennybag. Von der Designerin Nicole Miller sind beispielsweise Monopoly-Krawatten aus Seide bekannt. |
| Raub- kopien und Under- ground- spiele |
Kopien | Für Sammler sind natürlich auch Raubkopien
von Interesse. So existiert beispielsweise eine unlizensierte Monopoly-Ausgabe
auf Kisuhaeli, die in Tansania verkauft wurde. Dokumentationswert haben natürlich
auch selbstgefertigte Underground-Ausgaben aus den ehemaligen Ostblockländern
und Schallplatten mit Monopoly-Bezug (Manuela, Klaus Lage). Abgerundet wird das Sammelgebiet durch Spiele anderer Verlage, die entweder das Spielprinzip adaptiert haben oder für die Monopoly als "Namensonkel" Pate gestanden hat. Zu denken ist hier an Spiele wie "Ökolopoly", "Provopoly", "Anti-Monopoly" oder "Mediapoly". |