
Sakralbauten im Landkreis Köthen
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Seit dem 1.1.2004 gehören Baasdorf, Dohndorf, Groß- und Kleinwülknitz, Löbnitz an der Linde sowie einige Orte ohne Kirchen zu Köthen.
Updates
22.10.04: Synagoge Gröbzig & neue Bilder einiger Köthener Kirchen (Agnuskirche, St. Marien, St. Jakob, Kloster)
02.08.04: Einordnung der eingemeindeten Orte nach Köthen
07.03.02: Friedhofskapelle Aken + neue Bilder St. Nikolai (13) und St. Marien (12) Aken (z.T. die alten ersetzend), Kath. Kirche O'burg (5), Marktkirche Köthen (2), Dorfkirche Baasdorf (3) und Kirchenruine Pißdorf (5)
21.02.02: neue Bilder Maasdorf & Piethen
In Köthen stehen gleich zwei der bedeutensten nachmittelalterlichen Sakralbauten Sachsen-Anhalts. Die Schloßkirche St. Marien gilt als wichtiger Bau des deutschen Klassizismus und DEHIO (1999) schreibt über sie: "gehört zu den eindrucksvollsten sakralen Raumschöpfungen des Klassizismus in Deutschland und tritt darin würdig neben die großen Kirchenbauten Mollers, Weinbrenners und Schinkels" (S. 380). St. Martin bezeichnet er als "individuelle Leistung des Kirchenbaus im Umkreis von Jugendstil und Reformarchitektur, bedeutenster Sakralbau des frühen 20. Jh. in Sachsen-Anhalt" (S. 384). Meiner Meinung nach ist es sogar der bedeutendste Sakralbau des gesamten 20. Jahrhunderts im Lande, auch wenn andere hier sicherlich Bauhaus-/Expressionismuskirchen nennen würden. Abstriche muß man meiner Meinung nach beim Begriff "individuell" machen, da dieser nur für die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gelten kann. In eben jenem Krieg wurde die sehr ähnliche und zudem früher entstandene Jakobuskirche in Dessau (1907-08 von Gustav Teichmüller) zerstört.
Bei einigen Kirchen steht als Vorgängerbau bzw. 1.Erwähnung 1331 oder 1370. Dies sind Daten von kirchlichen Publikationen (z.B. Orte unter der Gerichtsbarkeit des Magdeburger Dompropstes 1370), die die Kirchen auflisteten. 1331 und 1370 stehen also für das Jahr der ersten Erwähnung und nicht für das Baudatum.
Die Kirchen/Klöster
- Aken: St. Konrad: modern 1937
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- Aken: Marktkirche St. Marien: auf den Grundmauern des abgebrannten Vorgängers (von 1188) wird ab 1485 die Kirche nach dem Vorbild der St. Nikolai neu errichtet
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- Aken: St. Nikolai: frühgotische Kirche - ab 1317 unter Verwendung der romanischen Grundmauern des Vorgängers (von 1265) neu errichtet - ehemals Nikolaistift
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- Groß-Badegast: St. Christophorus: barock 17./18. - Gebäude neogotisch 1862 vollständig erneuert - Turm von 1914 - Vorgänger 1273 ersterwähnt
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- Klein-Badegast: Ruine (16.02.1962 Dach durch Sturm stark beschädigt - 29.10.1974 Stillegung der Kirche) - 1677 erbaut
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Infotafel
- Cösitz: barocker Feldsteinbau des 17. Jh. - neogotischer Backstein-Turm von 1882
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- Diebzig: barock 1739/40
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- Drosa: neogotisch 1851-54 - Vorgänger vermutlich schon 1199
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- Edderitz: modern 1950er Jahre?- sehr wahrscheinlich erst nach dem 2WK so gebaut, denn ein Grundriß bei HAETGE (1943) zeigt keinerlei Anbauten und zudem ist der Turm dort nicht ins Schiff eingeschoben, sondern steht völlig normal davor - da mir das Baujahr des heutigen Baus unbekannt ist und zudem auch ein starker Umbau möglich wäre, kann ich den Bau nur abschätzen und zum Vergleich die 1952 erneuerte St. Heinrich-Kirche von Braunsbedra (MQ) heranziehen und somit die 1950er Jahre als Stilepoche wählen, da Braunsbedraer der Edderitzer Kirche in Schlichtheit und Farbgebung sehr ähnlich ist - Vorgänger: neoromanischer Bau 1851/52 (wie gesagt unsicher, da auch Umbau möglich, wie in Braunsbedra geschehen), sowie Bauten von 1212-30 und 1357 bekannt
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- Elsnigk: neoromanisch 1877
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- Fernsdorf: neogotisch 1898-1900
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versuchte Rekonstruktion des Zustandes von 1943
Gegenüberstellung 1943 (rekonstr.) und 2000
- Frenz: i.K. romanisch - Schiff 1759, 1897/98 erweitert - Westturm von 1782 - nördlicher Teil und Sakristei 1898
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Infotafel
- Gnetsch: Jugendstil 1909/10 - Vorgänger: romanische Kirche (1275) und klassizistischer Bandhauer-Kirchenbau 1821 (zweiterer 1908 abgetragen)
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Grafik
- Görzig: evangelisch Kirche (Teichstraße): Turm in den unteren vier Geschossen romanisch (A. 13. Jh.) - Schiff von 1706 1836/37 neogotisch durchgreifend erneuert - 1866 neogotischer Turm-Glockenstuhl und Dachreiter
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- Görzig: katholische Kirche (Radegaster Straße): neobarock 1929
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- Gröbzig: St. Martin: vom romanischen Vorgänger (12. Jh.) Unterbau des Turms und Teile der Schiffswände erhalten - 1. Erwähnung 1351 - barock 1661-63 erneuert (völlige Umgestaltung der romanischen Bauteile; u.a. neuer Turm) und um 1870 (neuer Chor)
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- Hinsdorf: neoromanisch 1877-79 - Vorgänger von 1400 & 1781
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- Hohnsdorf: St. Walpurgis: i.K. romanisch - barocker Umbau 18. Jh. - Turmhaube 1792/95
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- Köthen: Agnuskirche: barock 1694-1699
Ende der1960er Jahre (s/w): Gesamtansicht /
Eingang Fürstenloge /
Eingang Stiftstraße /
Portal Hof
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- Köthen: Baptistengemeinde: modern (turmlos, fast wie ein Wohnhaus)
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- Köthen: Kloster des Barmherzigen Bruderordens: klassizistisch 1828/29 erbaut - auch "ehemaliges Kloster und Spital des heiligen Johann von Gott" - schon kurze Zeit nach dem Bau Teile des Klosters zur Tischlerei umgenutzt, später Seminarraum und Armenschule und dann erneut Tischlerei
E. 1960er Jahre: Zeichnung
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- Köthen: Marktkirche St. Jakob (Kathedralkirche): spätgotisch 1400-1518 - Doppelturmfront 1897 davorgesetzt (67 Meter hoch) - Vorgänger: roman. Kirche
E. 1960er Jahre: s/w-Grafik /
Zeichnung
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Kanonenkugel
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Figuren-Sammelbild 01: Chor /
Figuren-Sammelbild 02: Chor und Nordseite
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- Köthen: Neu Apostolische Kirche: modern (turmlos, ehemaliges Wohnhaus?)
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- Köthen: St. Anna: 1945 wurde der "Felsenkeller" aufgrund der vielen neu aufgenommen Flüchtlinge (bis zu 14.000) zur kath. Kirche umgewandelt, also modern
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- Köthen: St. Marien (St. Mariae Himmelfahrt): klassizistischer Bandhauer-Bau 1827-1832 - wird meist Stiftskirche genannt, war bzw. ist aber Grab-, Hof-, Pfarr- und Schloßkirche - ursprüglich war ein hoher Dachturm (etwa noch einmal so hoch wie die heutige Kirche) vorgesehen, doch nach einem Gerüsteinstürz entschied man sich für diese Varainte
E. 1960er Jahre: s/w-Foto
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- Köthen: St. Martin: Jugendstil 1912/14 - gilt bei DEHIO als bedeutenstes sakrales Bauwerk des frühen 20. Jh. in Sachsen-Anhalt - 65 Meter hoch - IMO starke Verwandschaft zu KRÖGERs Epiphanienkirche in Berlin (1904-06) und TEICHMÜLLERs Jakobuskirche in Dessau (1907-08)
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- Köthen-Baasdorf: neogotisch 1896 - Vorgängerbau aus 13. Jh. brannte ab - heute stark ruinös auf abgesperrtem Kirchhof
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Turmdetail 01 /
Turmdetail 02
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- Köthen-Dohndorf: neogotisch 1884 - Vorgänger von 1370
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- Köthen-Elsdorf: neogotisch 1888-92 - Vorgänger von 1370 und 1620
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versuchte Rekonstruktion des Zustandes von 1943
Gegenüberstellung 1943 (rekonstr.) und 2000
- Köthen-Großwülknitz: romanisch M. 12. Jh. - angeblich ältestes erhaltenes Bauwerk des Kreises - Kreuzbau - Um- und Erweiterungsbauten 1775, 1. H. 19. Jh. und 1954
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Infotafel
- Köthen-Kleinwülknitz: klassizistisch 1833-34 - Balkon auf dem Turm
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- Köthen-Löbnitz an der Linde: i.K. romanisch 13. Jh. - barock verändert - klassizistischer Turm 1829
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- Köthen-Merzien: neoromanisch 1899
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- Köthen-Zehringen: Turm romanisch 12. Jh. - Schiff aus dem 15. Jh. barock verändert
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- Lausigk: neoromanisch 1842 - Vorgänger mindestens 16. Jh.
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- Libbesdorf: romanisch 13. Jh. - 1673 barocker Umbau - 1866 erneuter Umbau - 1908 Turm
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- Maasdorf: neogotisch 1902 - Vorgänger von 1370 bekam 1746 neuen Turm
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- Maxdorf: romanisch (M. 13. Jh.) - Schiff-Umbau im 15. Jh.
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- Meilendorf: neogotisch 1879-80 - Vorgänger von 1717 wurde 1810 von Blitz getroffen und abgedeckt - Spitze des aktuellen Baus wurde abgetragen und durch Helm ersetzt
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- Micheln: Turm i.K. romanisch - um 1800 neu errichtet - eingreifender neogotischer Umbau 2. H. 19. Jh. - der gotische Spitzhelm wurde abgetragen
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- Osternienburg: Evangelische Kirche: für den barocken Bau des Saals (1718/19) wurden zwei Hünengräber gesprengt und deren Steine verwendet - eingreifender neogotischer Umbau des Saals 1876-79 - barocker (1789) Turm 1879 durch neoromanischen ersetzt
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Baum
- Osternienburg: Katholische Kirche: modern (Wohnhaus wie Querriegel + Langhaus) - (laut Haetge/Harksen neuromanisch 1908 - dies aber wahrscheinlich der Vorgänger, da Vermerk "mit rundem Turm")
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- Großpaschleben: St. Peter und Paul: romanisch 1159 - nach 30jährigem Krieg und im 18. Jh. restauriert (Grund: Baufälligkeit) - Turm 1755 von Blitz getroffen und mit neuem Dach versehen
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- Kleinpaschleben: neoromanisch 1864 - Vorgänger von 1781 (auf gleicher Stelle) - roman. Portal von der Kirche des wüsten Nachbardorfes Scharwegk (diese 1864 abgebrochen)
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- Piethen: Jugendstil 1909 - i.K. gotisch - erstmals 1370 Kirche erwähnt (Wiederherstellung dieser nach dem 30jährigen Krieg) - Neubau 1853 & 1909
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- Pißdorf: Ruine - romanisch-frühgotisch A./M. 13. Jh. - Turmhaube 1791 erneuert - seit 1970er Jahren Turm mit Notdach, vorher barocke Schweifhaube
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- Pösigk: klassizistisch um 1830/40
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- Prosigk: St. Johannes: 1872/73 unter Verwendung von Turm und Mauerresten des 1814 abgerissenen romanischen Vorgängers von 1290 errichtet (romanischer Turm - spätgotischer Saal 15. / A. 16.Jh.)
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- Quellendorf: St. Christophorus: romanisch um 1200 (1.Erwähnung 1290) - 1861-63 neogot. umgebaut - Turm 1860
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- Radegast: neoromanisch 1871-74 erbaut - Turm von 1752 - 1874 Turm-Glockengeschoss aufgestockt - Vorgänger von 1702
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- Reinsdorf: Ruine - klassizistisch 1852 errichtet - Turm im Unterteil romanisch, oberer Teil barock - Vorgängerbau von 1733 bekannt - Schweifhaube in den 1970er Jahren abgetragen
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- Reppichau: romanisch um 1200 - 1823-28 unter Wiederverwendung des Turms neogotisch neu erbaut
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Eike von Repgow
- Reupzig: alte kleine Kapelle 1. H. 13. Jh. (Turm in unteren Teilen aus dieser Zeit), die 1572 & 1685 durch Vergrösserungen zur Kirche ausgebaut wurde
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- Riesdorf: neoromanisch 1894-96 - Vorgänger-Kirche der Sage nach im 30JK zerstört und 1789 neu aufgebaut
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- Rosefeld: neogotischer Turm von 1842 - die neogotische Fachwerkkirche von 1785 wurde A. 20. Jh. abgetragen und 1932 durch schlichten Saalbau ersetzt
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- Scheuder: romanisch E. 12. Jh. / A. 13. Jh.
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- Schortewitz: St. Laurentius: Turm im unteren Teil romanisch 13. Jh. (oberes Drittel 1903) - 1330 erstmals erwähnt - 1430 neu erbaut (Schiff i.K. aus dieser Zeit) und 1698 vollständig barock ausgebessert - Umbau 1770-80
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- Thurau: neogotisch 1884-88 - Vorgänger bestand vom 14. bis zum 16. Jh.
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- Trebbichau: neogotisch 1890-91
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- Trinum: i.K. romanisch-frühgotisch 1310 (oder gar 1. H. 13. Jh.?) - Kirchturm 1787 neu erbaut - 1867 vollständig erneuert
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- Weißandt-Gölzau (Groß-Weißandt): St. Germanus: romanisch (Turm um 1200) - Schiff 1496 und Chor 1590 - Obergeschosse des Turms von 1902
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- Wieskau: barock - Turm 1756-57 - Vorhalle mit Säulen von 1902
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- Wörbzig: 1. Erwähnung 1331 (untere Turmhälfte und Westteil des Schiffes aus dieser Zeit) - Ostteil 1514/20 erneuert - obere Turmhälfte 1808 erneuert
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- Wulfen: St. Christophorus: klassizistisch 1794 unter Verwendung von Turm und Apsis des 1170 erstmals erwähnten romanischen Vorgängers neu errichtet - Chor neogotisch 1876
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- Zehbitz: neoromanisch 1833 - Umbau 1933 - Fachwerkturm 1997 überprägt (wirkt heute wie Kirche der 1930er Jahre)
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weitere Sakralbauten
- Aken: Friedhofskapelle: neoromanisch 1906
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- Chörau: Bethaus: spätbarock-klassizistische Formen 1790
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- Edderitz: Friedhofskapelle: könnte die alte Kirche des Ortes (bzw. ein Nachfolgebau dieser) sein, da Edderitz umverlegt wurde und HAETGE zudem von einer alten Kirche auf dem Friedhof spricht
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Friedhof: Gedenkwand /
Obelisk
- Gröbzig: Synagoge: barock 2. H. 18. Jh.
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- Köthen: Friedhofskapelle: neogotisch (Foto leider nicht besonders gut)
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- Köthen: Jüd. Aussegnungshalle: historistisch (Foto leider nicht besonders gut)
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- Köthen-Klepzig: Friedhofskapelle/Leichenhalle: früher hatte Klepzig eine neugotische Kirche, heute nur doch diesen Bau
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Bilanz aller 67 Kirchen (inkl. Bethaus Chörau und Kloster Köthen):
- 21 romanische Kirchen (inkl. Ruine Pißdorf) (viele der Kirchen stark umgebaut - z.T. neuer Turm oder Saal)
- 18 historistisch (10 neogotische inkl. Ruine Fernsdorf und 8 neoromanisch inkl. Radegast (Turm barock) und Zehbitz (später verändert))
- 07 klassizistisch (inkl. Ruine Reinsdorf, Kloster Köthen & Bethaus Chörau)
- 07 barock (inkl. Ruine Klein-Badegast)
- 07 modern (3xKöthen, 2xAken, sowie die Dorfkirchen Osternienburg (kath.) und Edderitz)
- 03 gotisch
- 03 Jugendstil
- 01 neobarock
Die Sammlung der Kirchen des Kreises ist mittlerweile komplett. Die "Neu Apostolische Kirche Aken" (modern, da in einem Wohnhaus) habe ich zwar fotografiert, aber das Bild war zu unscharf und so unbedingt sehenswert ist sie nicht. Laut ADAC-Karte gibt es in Repau eine Kirche, aber etwas derartiges ist mir dort nicht aufgefallen und auch in keinem der drei Denkmalverzeichnisse aufgeführt. Vermutlich ist es ein ADAC-Fehler (wie auch bei Reussen im Burgenlandkreis). Laut Kunstdenkmalinventaren von 1894 gibt es im Köthener Vorort Klepzig eine neugotische Kirche (Baujahr 1873), doch auch bei genauerer Durchsuchung des Ortes konnte ich sie nicht entdecken. Da in der "Kirchstraße" nur eine Leichenhalle/Friedhofskapelle aufzufinden war, gehe ich davon aus, daß die Kirche im 2WK bei den Luftangriffen auf Köthens Rüstungsindustrie (Junker-Werke) zerstört wurde.
Köthen ist aus mehreren Orten entstanden. Zunächst sind da die kirchlich eher unwichtigen Neustadt, Oster-Köthen und Wülkendorf zu nennen. Von diesen "Ortsteilen" sind mir keine Sakralbauten urkundlich bekannt. Viel wichtiger und wahrscheinlich zunächst sogar bedeutender als Köthen ist Höhenköthen ein Ort, der sich südwestlich der Altstadt befand und bereits 1160 zwei reich ausgestattete Kirchen besaß (St. Martin mit über 13 Hufen und St. Georg mit 4 1/2 Hufen). Auch im Altstadt-Ortsteil Neumarkt gab es eine Kirche. Ihr Patrozinium war "Unser Lieben Frauen". Ob es in der Altstadt noch eine weitere St. Marien-Kirche gab kann ich nicht klären, doch dürfte sie wohl identisch mit der des Neumarktes sein. In Aken gab es neben dem Nikolaistift ein Hl. Geist-Hospital mit Kapelle. Im alten Aken existierte eine St. Magdalenen-Kirche, die trotz Wüstfallung dieser Burgsiedlung im 12./13. Jh. erst 1539 (durch Hochwasser) zerstört wurde. Die Burgkapelle der Lorf/Gloworp trug das Patrozinium St. Quirin. Sie wurde 1387/94 zersört. Etwas früher (1335) siedelte sich im Hospital eine Deutsch-Ordens-Kommende an.
Quellen für die historischen Daten:
- Büttner Pfänner zu Thal, Franz, Kunstdenkmalinventare. Anhalts Bau- und Kunst-Denkmäler nebst Wüstungen, Dessau 1894 (Reprint Halle 1998).
- Dehio, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Sachsen-Anhalt II Regierungsbezirke Dessau und Halle, München/Berlin 1999 (Neubearbeitung).
- Haetge, Ernst und Marie-Luise Harksen, Landkreis Dessau-Köthen: 1. Teil Die Stadt Köthen und der Landkreis außer Wörlitz, Burg 1943. (Fotos als Info für Rekonstruktionsversuche, sowie Infos zu Kirchen wie Edderitz, O'burg etc.)
- Lindner, Heinrich, Geschichte und Beschreibung des Landes Anhalt, Dessau 1833.
- Schwineköper, Berent, Handbuch der historischen Stätten Deutschlands: Band 11 Provinz Sachsen-Anhalt, Stuttgart 1987.
- Weyhe, Emil, Landeskunde des Herzogtums Anhalt, Dessau 1907.
- Ausflugsatlas Bezirke Leipzig-Halle, Leipzig 1978.
- Informationstafeln des Amtes für Denkmalschutz an den Kirchen Reppichau, Klein-Badegast, Libbesdorf, Quellendorf...
- Aken-Online (Baujahr der St. Konrad)
Wer Fragen an mich hat, schreibt an Martin Beitz (talec_martin@rocketmail.com).