Ein menschliches Leben zu leben ist wie das Erklimmen eines Berges an Juwelen: Du musst nicht vergebens gehen und vergebens zurückkehren. Das Rezitieren des Buddha-Namens ist eine dringliche Pflicht: Du solltest dich bald darum kümmern.


Die Phrase "Amitabha Buddha" ist die erste Meditationsübung der Zen Schule. Es ist wie Kollege, der dir hilft dein Pferd zu besteigen. Es ist ein Mittel, um sich an den Ufern des Lebens festzuhalten.

Zen Meister Ku-yin


Leute die Ruhe mögen, können Buddha-Gedenken allein in Stille praktizieren: Sie müssen für diesen Zweck nicht Gruppen bilden und Gemeinschaften gründen.

Leute die sich vor Veranstaltungen ängstigen, können Buddha-Gedenken zuhause hinter verschlossenen Türen praktizieren: Sie müssen nicht in Tempel gehen, um die Schriften zu hören.

Weihrauch in Tempeln zu opfern ist bei weitem nicht so gut, wie friedlich in einem Raum zuhause zu sitzen und Buddha-Gedenken zu praktizieren.

Verdienst für zukünftige Leben anzuhäufen ist nicht so gut, wie in der Gegenwart Verdienst zu schaffen durch Buddha-Gedenken.

Gelobnisse und Versprechen zu machen, als Sühne für falsche Taten, ist nicht so gut wie das Bereuen vergangener Fehler, sich einer Selbst-Erneuerung zu unterziehen und Buddha-Gedenken zu praktizieren.


Die Methode der Rezitation des Buddha-Names ist in mehr als einem Sutra verzeichnet. Unter den zahllosen Schriften gibt es nicht eine, die nicht die Methode der Buddha-Namens-Rezitation beinhält. Wenn du nach dieser Methode praktizierst, wirst du sicher im Reinen Land geboren werden.

Meister Tsung-pen


Um im Reinen Land geboren zu werden, muss die Selbst-Kraft [deine eigene Kraft] die Andere-Kraft [Amitabhas Kraft] umarmen. Tatsächlich, wenn die Andere-Kraft umarmt wird, wandelt sich die Selbst-Kraft in die Andere-Kraft, oder die Andere-Kraft verbindet sich mit der Selbst-Kraft zu einer Kraft.

D.T. Suzuki


Wenn du den Namen von Amitabha Buddha rezitieren kannst, schneidest du sofort alle karmischen Hindernisse ab, und du wirst im Reinen Land geboren werden.

Die Friedens und Segens Kollektion


von Meister Chu-hung

Arrangiere einen ruhigen Raum und kultiviere die Übungen des Reinen Landes gemeinsam mit anderen. Das würde das allerbeste der Welt sein. Der Raum muss nicht sehr schön sein, gerade einmal gross genug, um Opergaben für Buddha zu tun, zu gehen, zu sitzen, und sich zu verbeugen. Und es ist nicht notwendig zu warten, bis das Familiengeschäft erledigt ist:

Jeden Tag sind Dinge zu tun:
Du möchtest sie alle beenden,
aber der Tag wird definitv kommen, an dem sie alle beendet sind.


Man kann "AMITABHA" [oder "NAMU AMIDA BUTSU", oder "NAMO AMITABHA"] still rezitieren, oder mit lauter Stimme, oder die Diamanten-Rezitation. Wenn du ihn mit einer lauten Stimme rezitierst, fühlt es sich nach zuviel Verausgabung an. Wenn du still rezitierst, könntest du in Stumpfheit absinken. Man nennt es Diamant-Rezitation wenn du gleichmässig mit dem Klang zwischen deinen Lippen und den Zähnen sprichst.
Aber binde dich nicht an eine fixe Regel. Wenn du meinst, du verausgabst dich zuviel, dann rezitiere ganz einfach still. Und wenn du in Stumpfheit versinkst, dann wechsle wieder zu etwas mehr Stimme. Rezitiere den Buddha-Namen mit Aufmerksamkeit. Jede Silbe sollte klar und bestimmt, jede Wiederholung der letzten folgen.

Halte die Rezitation mit äusserster Kraft aus. Rezitiere den Buddha-Namen jeden Tag zehnmal am Morgen und mehrere hunderte Male am Tag: Nur dann wirst du dich qualifizieren, um in das Reine Land zu kommen. Es gibt viele Tore, um den Pfad zu beschreiten, aber dieses Tor (Buddha-Gedenken) ist das schnellste und direkteste.

Jede Wiederholung des Klangs sollte von deinem Mund zu deinen Ohren klingen und dich geistig erwecken. Es ist wie mit einem Mann der schläft: Ein anderer Mann ruft: "Hey, du!" und umgehend wacht er auf. Deshalb ist unter allen Umständen die Rezitation des Buddha-Namens am Besten, um den Geist zu zügeln.


Sogar jemand, der ernsthafte Sünden in seinem Leben begangen hat, kann im Reinen Land geboren werden, wenn er zehnmal "Amitabha Buddha" rezitiert in der Minute seines Todes. Um wieviel besser ergeht es jenem, der eine vegetarische Diät beibehält und sich an die Richtlinien des Buddha hält und den Namen des Buddha sein ganzes Leben lang rezitiert.

Rezitiere den Buddha-Namen wenn du nichts zu tun hast und rezitiere ihn wenn du beschäftigt bist.
Rezitiere den Buddha-Namen wenn du glücklich und leichten Herzens bist und rezitiere ihn wenn du krank bist und Schmerzen hast.
Rezitiere den Buddha-Namen wenn du lebst und rezitiere ihn wenn stirbst.

Meister Tsung-pen


Jeder, der in das Reine Land gehen will, muss mindestens zweimal täglich, morgens und abends, geloben im Reinen Land wiedergeboren zu werden:

Ich gelobe, wenn mein Leben im Begriff ist zu enden,
Werden alle Schranken entfernt sein,
Ich werde Amitabha Buddha sehen und im
Land H
öchsten Friedens und Segens
geboren werden.

 


Wahre Globnisse
Rezitieren ohne das Gelobnis bedeutet, die Rezitation ist isoliert. Geloben ohne Rezitation bedeutet, die Versprechen sind leer. Wenn du weder die Rezitation noch das Gelobnis hast, lebst du in der Welt der Vergeblichkeit. Wenn du beides hast, Gelobnis und Rezitation, betrittst du direkt die wahre Realität.

Meister Tz'u-cha


Selbst wenn Leute nur ein wenig Verdienst kultiviert haben, wenn sie die Macht ihrer Gelobnisse haben, werden sie grosse Belohnungen erreichen.

Die Abhandlung zur Perfektion der Weisheit


Diejenigen, die keine grossen Gelobnisse ablegen, sind von Irrglauben beherrscht. Alle Formen von Dienst an Buddha entstehen aus Globnissen. Wenn du den Höchsten Pfad ereichen willst, musst du die Vollkommenheit der Gelobnisse erreichen.

Das Blumen-Ornament (Avatamsaka) Sutra


In einem Buddha-Land wiedergeboren zu werden ist eine grossartige Sache. Es kann nicht erreicht werden, durch den alleinigen Verdienst isolierter Praktik. Es bedarf der Macht von Gelobnissen als Hilfe: Nur dann kannst du Geburt im Buddha-Land erreichen und Buddha sehen.

Die Abhandlung zum Grossen Ornament


Man sammelt Verdienst an, indem man gute Taten tut. Verdienste sind Segnungen, wie Wohlstand, Intelligenz etc. Sie sind nur vorübergehend und Gegenstand von Geburt und Tod. Tugenden hingegen, transzendieren Geburt und Tod und führen zu Buddhaschaft. Es hängt vom Geist des Praktizierenden ab, ob er weltliche Belohnungen (Verdienst) oder Transzendendenz (Tugenden) sucht. Deshalb sollte der Kultivator des Reinen Landes nicht Verdienst suchen, denn indem er Verdienst sucht, würde er, als Effekt, wählen im Samsara zu bleiben. Dies würde entgegen seinem grossen Wunsch sein, Geburt und Tod zu entfliehen.

Daher sollest du täglich deinen Verdienst auf das Land von Amitabha übertragen, indem du folgendes gelobst:

Ich übertrage nun universell den Verdienst meiner vituosen Taten
Auf das Land des H
öchsten Segens und Friedens von Amitabha Buddha,
Und ich w
ünsche dort geboren zu werden.
Möge jedes Wesen, ertrinkend und herumtreibend,
Bald in das Land des Unbegrenzten Lichts zur
ückkehren!