KONTEMPLATIONS SUTRA


überbracht von Shakyamuni Buddha

 
Vorwort

[1] Dies habe ich gehört. Einmal stand der Buddha auf dem Geier-Gipfel in Rajagriha mit einer grossen Gesellschaft von zwölfhundert-und-fünfzig Mönchen. Er war auch in Begleitung von zwei-und-dreissig tausend Bodhisattvas, geführt durch Manjushri, dem Dharma Prinzen.

 
 
König Bimbisara eingesperrt von seinem Sohn Ajatashatru

[2] Zu dieser Zeit, in der grossen Stadt Rajagriha, gab es einen Prinzen genannt Ajatashatru. Angestifted durch seinen verdorbenen Freund Devadatta, packte er seinen Vater, König Bimbisara, sperrte ihn in einen Raum mit siebenfachen Wänden und verbat allen Staatsangestellten, den König zu besuchen.
Vaidehi, des Königs Beraterin, war ihm treu. Nachdem sie gebadet und sich selbst gereinigt hatte, breitete sie über ihren Körper Ghee und Honig zu einer Paste gemischt mit Weizenmehl aus, füllte ihren Schmuck mit Traubensaft und bat im geheimen Essen und Trinken dem König an. Er ass die Mehlpaste und trank den Saft und erbat dann Wasser. Nachdem er seinen Mund ausgespült hatte, brachte er seine Handflächen in Verehrung zusammen und betete zum Weltgeehrten in Richtung des Geier-Gipfels von weitem, er sagte: "Mahamaudgalyayana ist mein enger Freund. Ich flehe dich an, mit mir Mitleid zu haben, um ihn hierher zu schicken und mir die acht Grundsätze zu geben."
Dann flog Mahamaudgalyayana so geschwind wie ein Pfeil zum König. Tag für Tag kam er so zu ihm, um ihm die acht Grundsätze zu geben. Der Weltgeehrte sandte auch den Ehrenwerten Purna gleichermassen zum Palast, um dem König das Dharma zu erklären. Drei Wochen vergingen auf diese Weise. Weil er die Mehlpaste gegessen hatte und das Dharma gehört hatte, erschien er friedlich und bescheiden.

 
 
Die Gefangenschaft von Königin Vaidehi

[3] Dann fragte Ajatashatru die Wache: "Ist mein Vater noch am Leben?"
Die Wache antwortete: "Grosser König, seine Beraterin breitet Weizenmehl-Paste
über ihren Körper und füllt ihren Schmuck mit Traubensaft, um dies dem König anzubieten. Die Mönche Mahamaudgalyayana und Purna kommen hierher durch die Luft, um ihm das Dharma zu erklären. Es ist unmöglich, sie zu stoppen." Als er das hörte, wurde Ajatashatru wütend mit seiner Mutter und sagte: "Weil du ein Komplize dieses Feindes bist, Mutter, bist auch du ein Feind. Diese Mönche sind böse, denn mit ihrer verwirrenden Magie haben sie den schlechten König für viele Tage am Leben erhalten." Und als er dies sagte, zog er sein scharfes Schwert, in der Absicht sie zu töten.
Zu dieser Zeit hatte der König einen Minister, genannt Candraprabha, der intelligent und weise war. Zusammen mit Jivaka machte er Referenzen zum König und sagte: "Grosser König, zufolge der gesicherten Vedic Schriften gab es seit Anbeginn dieser kosmischen Periode achtzehn tausend böse Könige, die ihre Väter getötet hatten, im Verlangen sich den Tron widerrechtlich anzueignen. Aber wir haben noch nie von irgendjemandem gehört, der die Greueltat des Tötens seiner Mutter begangen hätte. Eure Majestät, wenn du solch eine Greueltat begehst, bringt dies Schande über die Ksatriya Klasse. Als deine Minister können wir nicht ertragen zu hören, was die Leute sagen werden. Da dies eine Handlung von Ächtung ware, könnten wir nicht mehr länger hier bleiben."
Nachdem sie diese Worte gesprochen hatten, ergriffen die zwei Minister ihre Schwerter und traten zurück. Aufgeregt und verängstigt sagte Ajatashatru sagte to Jivaka: "Seid ihr nicht auf meiner Seite?"
Jivaka antwortete: "Eure Majestät, bitte beherrscht euch und tötet nicht eure Mutter."
Als er das hörte, bereute es der König und bat um deren Vergebung. Er warf sein Schwert weg und enthielt sich dem Töten seiner Mutter, stattdessen ordnete er seinen Gerichtsbediensteten an, sie in ein inneres Gemach einzuschliessen und ihr nicht zu erlauben, es zu verlassen.

 
 
Shakyamunis Besuch bei Vaidehi

[4] Da Vaidehi nun so eingeengt war, fiel sie in starke Abmagerung durch Trauer und Verzweiflung. Sie blickte in Richtung des Geier-Gipfels und betete Buddha von weitem an, sie sagte: "O Tathagata, Weltgeehrter, du hast gewöhnlich Ananda zu mir geschickt, um mich zu trösten. Nun bin ich in tiefer Sorge und Verzweiflung. Da ich keine Möglichkeit habe, um zu dir zu kommen und deine erhabene Erscheinung zu sehen, bete ich zu dir, damit du mir den Ehrwürdigen Mahamaudgalyayana und den Ehrwürdigen Ananda hierher schickst, um mich zu sehen." Als sie diese Worte gesprochen hatte, liefen Tränen der Trauer über ihre Wangen wie Regen. Dann verbeugte sie sich in Richtung des Buddha aus der Entfernung. Noch bevor sie ihre Kopf wieder erhob, ordnete der Weltgeehrte, der sich auf dem Geier-Gipfel befand und Vaidehis Gedanken wusste, sofort an, dass Mahamaudgalyayana und Anand zu ihr durch die Luft gehen sollten; er selbst verschwand vom Berg und erschien wieder im inneren Gemach des königlichen Palastes.
Nachdem sie ihm Verehrung dargebracht hatte, erhob Vaidehi ihren Kopf und sah Shakyamuni Buddha, den Weltgeehrten. Er war von der Farbe lila Goldes und sass auf einer Lotusblume, die mit hundert Juwelen geschmückt war. Er war in Begleitung von Mahamaudgalyayana zu seiner Linken und Ananda zu seiner Rechten. Shakra, Brahma, die Wachgötter der Welt und andere Devas waren in der Luft über ihm. Sie streuten himmlische Blumen wie Regen und brachten so Homage an den Buddha dar.
Als sie den Weltgeehrten sah, riss sie ihren Schmuck ab und warf sich zu Boden. Sie weinte bitterlich und sagte zu Buddha: "O Weltgeehrter, welches böse Karma habe ich in vorigen Leben begangen, dass ich einen solch bösen Sohn geboren habe? Ich frage mich, Weltgeehrter, welche karmischen Beziehungen euch zu einem Verwandten von Devadatta gemacht haben könnten?

 
Vaidehi wünscht, in Amidas Reinem Land geboren zu werden

[5] "Ich flehe dich an, Weltgeehrter, mir ein Land ohne Sorgen und ohne Leiden zu zeigen, wo ich wiedergeboren werden kann. Ich wünsche, nicht in dieser verschmutzten und bösen Welt von Jambudvipa zu leben, wo es Höllen, Reiche der hungrigen Geister, Tiere und viele abscheuliche Wesen gibt. Ich wünsche, dass in ich der Zukunft nicht mehr böse Worte hören, oder verdorbene Leute sehen möge. Weltgeehrter, ich kniehe nun nieder, um zu bereuen und dich zu bitten, mit mir Mitleid zu haben. Ich bitte dich flehentlich an, O Sonnengleicher Buddha, mich zu lehren, wie man ein Land der reinen karmischen Vollkommenheit visualisiert."
Dann sandte der Weltgeehrte von zwischen seinen Augenbrauen eine Flut von Licht aus, welches die Farbe von Gold hatte und zahllose Welten in den zehn Vierteln erhellte. Als das Licht zu Buddha zurückkehrte, lies sich es sich auf dem seinem Kopf nieder und transformierte sich selbst zu einer goldenen Plattform ähnlich Mont Sumeru. Auf der Plattform erschienen die reinen und herrlichen Länder der Buddhas der zehn Viertel. Manche dieser Länder waren aus sieben Juwelen gemacht, manche allein aus Lotusblumen; manche glichen dem Palast im Himmel des Freien Vergnügens in Manifestation durch Andere, während andere wie ein Kristallspiegel waren, in denen sich all die Länder der zehn Viertel spiegelten. Unzählige Buddha-Länder wie diese, herrllich und wunderschön, wurde ihr gezeigt.
Vaidehi sagte dann zu Buddha: "O Weltgeehrter, diese Buddha-Länder sind rein und frei von Verschmmutzung, und alle sind prächtig. Aber ich wünsche im Land des Äussersten Segens von Amitabha geboren zu werden. Ich flehe dich an, Weltgeehrter, mich zu lehren wie ich dieses Land kontemplieren und Samadhi erreichen kann.

 
 
Licht strahlte von Shakyamunis Lächeln

[6] Der Weltgeehrte lächelte und von seinem Mund kamen fünffarbige Lichtstrahlen, die jede einzelne auf König Bimbisaras Kopf schienen. Obwohl der alte König eingesperrt war, sah er mit uneingeschränktem Geist den Weltgeehrten aus der Entfernung. Er kniete in Homage zu Buddha nieder und erreicht so mühelos spirituellen Fortschritt, bis er den Zustand eines Nicht-Wiederkehrenden machte.

 
 
Drei Handlungen der Tugend zum Erreichen der Geburt im Reinen Land

[7] Dann sagte der Weltgeehrte zu Vaidehi: "Weisst du, dass Amitabha nicht weit entfernt ist? Richte deine Gedanken darauf und beschreibe das Buddha-Land, dann wirst du die reinen Handlungen bewerkstelligen. Ich werde es für dich im Detail mit zahlreichen Illustrationen beschreiben, damit alle gewöhnlichen Leute in der Zukunft, die das reine Karma zu praktizieren wünschen, auch in dem Westlichen Land des Äussersten Segens geboren werden mögen. Wer auch immer wünscht, dort geboren zu werden, sollte die drei Handlungen des Verdienstes praktizieren: Erstens, für seine Eltern zu sorgen, sich um seine Lehrer und Älteren kümmern, mit Mitgefühl das Töten zu unterlassen, und die zehn guten Taten tun; zweitens, die drei Zuflüchte wahrnehmen, die verschiedenen Grundsätze einhalten und das Brechen der Verhaltensregeln zu unterlassen; und drittens, zur Aspiration der Erleuchtung erwachen, tiefen Glauben in das Gesetz der Kausalität haben, die Mahayana Sutras rezitieren und Leute ermuntern, deren Lehren zu folgen. Diese drei werden das reine Karma genannt."
Der Buddha sagte weiters zu Vaidehi: "Weisst du, dass diese drei Handlungen das reine Karma sind, welches durch all die Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, als der richtige Grund für die Erleuchtung, praktiziert worden ist?"

 
 
Vaidehi fragte, wie das Reiner Land visualisiet werden soll

[8] Der Buddha sagte zu Vaidehi: "Hör aufmerksam zu, hör aufmerksam zu und denke tief nach. Ich der Tathagata, werde nun das reine Karma lehren, zum Wohl aller empfindungsfähigen Wesen der Zukunft, die unter einem Feind und böse Leidenschaften leiden. Es ist sehr gut, Vaidehi, dass du mich willentlich hierüber gefragt hast. Ananda, du musst die Worte des Buddha aufnehmen, sie behalten und sie weitreichend einer Vielzahl an Wesen erklären. Ich, der Tathagata, werde dich nun lehren, Vaidehi, und alle empfindungsfähigen Wesen der Zukunft, wie man das Westliche Land des Äussersten Segens visualisiert. Durch die Kraft des Buddha wird es allen möglich sein, das Reine Land so klar zu sehen, als ob sie ihre eigenen Reflektionen in einem hellen Spiegel sehen. Wenn sie die äusserste Schönheit und den Segen dieses Landes sehen, werden sie jubeln und sofort die Einsicht in das Nicht-Entstehen aller Dharmas erreichen."
Der Buddha sagte zu Vaidehi: "Du bist eine Unerleuchtete und so sind deine spirituellen Kräfte schwach und verschleiert. Da du jetzt noch nicht das göttliche Auge erreicht hast, kannst du nicht sehen, was weit entfernt ist. Aber die Buddhas, Tathagatas, haben spezielle Wege, es dir zur ermöglichen, weitreichend zu sehen."
Vaidehi sagte zu Buddha: "Weltgeehrter, durch die Kraft des Buddha war es nun sogar mir möglich, dieses Land zu sehen. Aber nachdem der Buddha uns verlassen hat, werden empfindungsfähige Wesen verschmutzt und böse werden, und von den fünf Arten des Leidens unterdrückt sein. Wie soll es diesen Wesen dann möglich sein, das Land des Äussersten Segens von Amitabha zu sehen?"

 
Dreizehn Kontemplationen:
 
1) Kontemplation der untergehenden Sonne

[9] Der Buddha sagte zu Vaidehi: "Du und andere empfindungsfähige Wesen sollten sich konzentrieren und mit zielgerichteter Aufmerksamkeit eure Gedanken westwärts richten. Wie du kontemplieren solltst? Alle empfindungsfähige Wesen, mit Ausnahme derer, die blind geboren wurden -- das sind alle mit Sehvermögen -- sollten die untergehende Sonne betrachten. Sitze in der richtigen Körperhaltung richtung Westen. Starre klar auf die Sonne, mit dem Geist streng darauf fixiert; konzentriere dein Sehvermögen und lass es nicht von der untergehenden Sonne, die wie eine Trommel über dem Horizont hängt, abwandern. Nachdem du das getan hast, solltest du fähig sein, es klar zu visualisieren, ob du nun die Augen offen oder geschlossen hast. Dies ist das Visualisieren der Sonne und ist bekannt als die erste Kontemplation. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
2) Kontemplation des Wassers

[10] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Nachdem du die erste Kontemplation bewerkstellig hast, ist die nächste Kontemplation die von Wasser. Stelle dir das westliche Viertel vollkommen mit Wasser geflutet vor. Dann sieh das Wasser als klar und rein, und nimm diese Vision unverkennbar wahr. Lass deine Gedanken durch nichts ablenken. Nachdem du das Wasser visualisiert hast, stell dir vor, dass es gefriert. Nachdem du das Eis als transparent bis zu seinem Grund visualisiert hast, sieh wie es sich in Beryll verwandelt. Wenn du diese Vision erreicht hast, stell dir als nächstes vor, dass der Boden des Berylls so brilliant scheint, innen und aussen, und dass dieser Boden von unterhalb durch Säulen unterstützt wird, die aus Diamant und den sieben Juwelen gemacht sind und mit goldenen Bannern behangen sind. Diese Säulen haben acht Seiten und acht Ecken, jede einzelne Seite ist mit hunderten Juwelen geschmückt. Jedes einzelne Juwel strahlt tausend Lichtstrahlen aus, jeder Strahl hat wiederum vier-und-achzig tausend Farben. Und wie sie am Beryll Boden reflektiert werden, sehen sie aus wie tausend Kotis von Sonnen, so gleissend dass es unmöglich ist, sie im Detail zu sehen.
"Auf diesem Beryll Boden, überkreuzen sich goldene Pfade wie Netze aus Schnüren. Das Land ist in Gebiete aufgeteilt, die aus einem oder dem anderen der sieben Juwelen gemacht ist, so sind die Unterteilungen sehr deutlich. Jedes Juwel strahlt eine Flut aus Licht von fünfhundert Farben aus. Das Licht erscheint in der Form einer Blume oder eines Sterns oder dem Mond; aufgehangen im Himmel, wird es zu einer Platform aus Licht, auf der zehn millionen Pavillions aus hundert Juwelen gemacht sind. Beide Seiten dieser Plattform sind mit hundert Kotis von geblümten Bannern und unzähligen Musikinstrumenten geschmückt. Wenn acht reine Brisen von dem Licht aufkommen und die Musikinstrumente zu spielen beginnen, erklären sie die Wahrheit des Leidens, Leere, Vergänglichkeit und Nicht-Selbst.
Dies ist das Visualisieren des Wassers und ist bekannt als die zweite Kontemplation.

 
3) Kontemplation des Bodens

[11] "Wenn du diese Kontemplation erreicht hast, visualisiere jedes Objekt sehr klar ohne das Bild zu verlieren, ob deine Augen nun geschlossen oder offen sind. Ausser wenn du schläfst, behalte es im Geist. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."
Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Wenn die Visualisierung des Wassers bewerkstelligt wurde, wird dies die generelle Wahrnehmung des Bodens des Landes des Äussersten Segens genannt. Wenn du einen Zustand des Samadhi erreichst, wirst du diesen Boden so klar und deutlich sehen, dass es unmöglich ist, es im Detail zu beschreiben. Dies ist das Visualisieren des Bodens und ist bekannt als die dritte Kontemplation."
Der Buddha sagte zu Ananda: Behalte diese Worte des Buddha im Geist und erläutere diese Methode der Visualisierung des Bodens zum Wohl einer Vielzahl zukünftiger Wesen, die Befreiung vom Leid suchen. Wenn man eine Vision vom Boden dieses Landes erreicht hat, wird das böse Karma, das man während achzig Kotis von Kalpas des Samsara begangen hat, ausgelöscht und so wird man sicherlich in Pure Land im nächsten Leben geboren werden. Zweifle dies nicht an. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
4) Kontemplation der Bäume

[12] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Wenn du die Visualisierung des Bodens bewerkstelligt hast, dann kontempliere als nächstes die juwelenbesetzten Bäume. So sollst du es machen. Visualisiere jeden einzeln und dann forme ein Bild von sieben Reihen von Bäumen, jeder acht tausend Yojanas hoch und geschmückt mit aus sieben Juwelen gemachten Blüten und Blättern. Jede Blüte und jedes Blatt strahlt ein goldenes Licht aus. Von kristall-goldenen strahlt ein purpurnes Licht ab. Von achat-farbigen strahlt ein saphirnes Licht ab. Von saphir-farbigen strahlt ein grünes Perlenlicht ab. Koralle, Bernstein und alle anderen Juwelen dienen als erhellender Schmuck. Glänzende Netze bedecken die Bäume. Zwischen diesen sieben Reihen von Netzen, die jeden Baum bedecken, gibt es fünf hundert Kotis von Palästen, geschmückt mit exquisiten Blumen, wie der Palast der Königs Brahma, wo himmlische Kinder auf natürliche Weise leben. Jeder dieser Kinder trägt Schmuck aus fünf hundert Kotis von Shakra-abhilagna-mani-Edelsteinen, die im Umkreis von hundert Yoyanas alles erhellen, als wenn hundert Kotis von Sonnen und Monden zusammen scheinen würden, und so ist es unmöglich, sie im Detail zu beschreiben. Mannigfaltige Juwelen vermischen sich und erzeugen äusserst schöne Farben.
"Reihen aus diesen juwelenbesetzten Bäumen sind gleichmässig arrangiert und ihre Blätter sind in gleichmässigem Abstand. Zwischen den Blättern erscheinen wundervolle Blüten, die spontan Früchte aus sieben Juwelen tragen. Jedes Blatt ist fünf-und-zwanzig Yoyanas in beiderseits Länge und Breite. So wie der himmlische Schmuck sich auch die Blätter aus tausend Farben und von hundert Mustern. Diese Bäume haben herrliche Blüten, die aus der Farbe des Goldes des Jambu Flusses sind, und drehen sich wie Feuerräder um die Blätter. Aus diesen Blüten erscheinen verschiedene Früchte, so wie von Shaka's Vase, und von den Früchten strahlt eine grosse Flut an Licht aus, welches sich selbst in Banner und unzählige juwelenbesetzte Markisen transformiert. In den juwelenbesetzte Markisen sieht man Reflektionen aller Aktivitäten des Buddha quer durch das ganze Universum von tausend Millionen Welten. Die Buddha-Länder in den zehn Vierteln werden auch darin reflektiert.
"Nachdem du diese Bäume gesehen hast, visualisiere jede Detail in der Reihenfolge: Baumstämme, Zweige, Blätter, Blüten und Früchte, und lass deine Vision von all diesen Details klar und eindeutig sein. Dies ist das Visualisieren der Bäume und wird die vierte Kontemplation genannt. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
5) Kontemplation der Becken

[13] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Wenn du die Visualisation der Bäume bewerkstelligt hast, kontempliere als nächstes über die Becken. So sollst du es machen. Im Land des Äussersten Segens gibt es Becken mit Wasser der acht exzellten Qualitäten, jedes einzelne ist aus sieben Juwelen gemacht, die weich und biegsam sind. Das Wasser entspringt von wunsch-erfüllendem Königs-mani-Edelstein und formt vierzehn Ströme. Jeder Strom hat die Farbe der sieben Juwelen. Seine Bänke sind aus Gold gemacht und sein Bett bestreut mit Diamantensand aus vielen Farben. In jedem Strom gibt es sechzig Kotis an Lotusblumen aus sieben Juwelen, die rund und symmetrisch sind, und zwölf Yoyanas im Durchmesser haben. Das Wasser von den Mani-Edelsteinen fliesst zwischen den Blumen und schlängelt sich dahin zwischen den Bäumen. Wenn es sich wellt, produziert es exquiste Klänge, die die Wahrheit des Leidens, der Leere, der Vergänglichkeit, des Nicht-Selbst und der Paramitas erklären. Sein Klang preist auch die physischen Merkmale und Zeichen der Buddhas. Der Königs des wunsch-erfüllenden Mani-Edelsteins strahlt ein herrlich goldenes Licht aus, das sich selbst in Vögel der Farben von hunderten Juwelen transformiert. Ihre Gesänge sind melodios und elegant, ständig preisen sie die Tugend der Geistesgegenwart zu Buddha, das Dharma und die Sangha. Dies ist das Visualisieren des Wassers, das die acht exzellenten Qualitäten besitzt, und ist bekannt als die fünfte Kontemplation. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
6) Kontemplation verschiedener Objekte

[14] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "In jeder Region dieses juwelenbesetzten Landes gibt es fünf hundert Kotis an juwelenbesetzten Pavillions, in welchen unzählige Devas himmlische Musik spielen. Es sind auch Musikinstrumente im Himmel aufgehängt, die gleich wie die himmlisch juwelenbesetzten Banner spontan Töne sogar ohne einen Spieler erzeugen. Jeder Ton erklärt die Geistesgegenwart zu Buddha, das Dharma und die Sangha. Wenn diese Kontemplation bewerkstelligt wurde, wird dies die generelle Wahrnehmung der juwelenbesetzten Bäume, des juwelenbesetzten Bodens und der juwelenbesetzten Becken des Landes des Äussersten Segens genannt. Dies ist eine zusammengesetzte Visualisierung und wird die sechste Kontemplation genannt.
"All die, die diese Objekte wahrgenommen haben werden von extrem schweren bösen Karma befreit, das sie während unzähliger Kalpas begangen haben, und werden sicherlich nach dem Tod in diesem Land geboren werden. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
7) Kontemplation des Lotus-Trons

[15] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Hört aufmerksam zu, hört aufmerksam zu und denkt tief nach. Ich werde nun die Methode zum Entfernen des Leidens erklären. Tragt meine Worte im Geist und erklärt sie einer Vielzahl an Wesen."
Als diese Worte gesprochen waren, erschien Amitabha in der Luft oberhalb, begleitet zu seiner Linken und Rechten von den zwei Mahasattvas, Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta. Ihre Ausstrahlung war so brilliant, dass es unmöglich war, sie im Detail zu sehen. Sie konnte nicht verglichen werden mit gar hundert tausend Goldklumpen aus dem Jambu Fluss.
Nachdem sie diese Vision von Amitabha gesehen hatte, kniete Vaidehi nieder zu Shakyamunis Fuss und brachte Verehrung dar, sie sagte: "Weltgeehrter, durch deine Kraft war es mir möglich, Amitabha und die zwei Bodhisattvas zu sehen, aber wie können empfindungsfähige Wesen der Zukunft sie sehen?"
Der Buddha sagte zu Vaidehi: "Die den Buddha zu sehen wünschen, sollten ein Bild einer Lotusblume auf dem mit sieben juwelen besetzten Boden formen. Sie visualisieren jedes Blütenblatt dieser Blume, als habe es die Farben von hundert Juwelen und achtundvierzig tausend Adern wie ein himmlisches Gemälde, mit achtundvierzig tausend Lichtstrahlen die aus jeder Ader herausstrahlen. Sie sollten all dies klar und deutlich visualisieren. Seine kleineren Blütenblätter haben zweihundert-und-fünfzig Yoyanas in beiderseits Länge und Breite. Diese Lotusblume hat achtundvierzig tausend grosse Blütenblätter. Zwischen den Blütenblättern sind hundert Kotis an Königs-Mani-Edelsteinen als erhellender Schmuck. Jeder Mani-Edelstein strahlt tausend Lichtstrahlen aus, die wie eine Markisen aus sieben Juwelen, die gesamte Erde bedeckt.
"Das Podium ist aus Shakra-abhilagna-mani-Edelsteinen gemacht und auch aus exquisiten Perlennetzen. Auf dem Podium erheben sich spontan vier Säulen mit juwelenbesetzten Bannern, jede erscheint so gross wie tausend millionen Kotis von Mont Sumerus. Auf den Säulen ruht eine juwelenbesetzte Markise ähnlich der des Palastes des Yama Himmels. Sie sind auch geschmückt mit fünf hundert Kotis exzellenter Edelsteine, jede strahlt achtundvierzig tausend Strahlen aus, die in achtundvierzig tausend goldenen Farbtönen scheinen. Jedes goldene Licht erfüllt dieses juwelenbesetzte Land und transformiert sich selbst überallhin in verschiedene Formen, als Diamanten Platformen, Netze aus Perlen und nebelartige Anhäufungen von Blumen. In alle zehn Richtungen transformiert es sich selbst in alles was man sich wünscht und vollbringt die Aktivitäten des Buddhas. Dies ist die Visualisierung des Lotus-Trons, und ist auch bekannt als die siebte Kontemplation."
Der Buddha sagte weiters zu Ananda: "Diese majestätische Lotusblume wurde ursprünglich durch die Kraft der Gelobnisse des Bhiksu Dharmakara erzeugt. Die den Buddha Amitabha zu sehen wünschen, sollten zuerst diese Kontemplation des Blumentrons praktizieren. Indem sie dies tun, sollten es sie nicht in einem andersartigen Weg tun. Visualisiere die Objekte eines nach dem anderen -- jedes einzelne Blütenblatt, jeden einzelnen Edelstein, jeden einzelnen Lichtstrahl, das Podium einzeln und jede einzelne Säule. Sieh all dies klar und deutlich, wie wenn du in dein eigenes Abbild in einem Spiegel siehst. Wenn diese Kontemplation bewerkstelligt ist, ist das böse Karma, das du in fünfhundert Kotis von Kalpas im Samsara begangen hast, ausgelöscht, und du wirst sicherlich im Land der Äussersten Segens geboren werden. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
8) Kontemplation des Bildes von Amida

[16] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Nachdem du dies gesehen hast, visualisiere als nächstes den Buddha. Warum den Buddha? Weil Buddhas, Tathagatas, kosmische Körper haben und so in den meditierenden Geist jedes einzelnen empfindungsfähigen Wesens eintreten. Aus diesem Grund, wenn du Buddha kontemplierst, nimmt dieser Geist selbst die Form seiner zweiunddreissig körperlichen Merkmale und achzig sekundären Zeichen an. Dein Geist erzeugt ein Abbild des Buddha und ist selbst der Buddha. Der Ozean der vollkommen und universell erleuchteten Buddhas erhebt sich somit im meditierenden Geist. Aus diesem Grund solltest du zielstrebig konzentriert und tief den Buddha, Tathagata, den Arhat und Vollkommen Erleuchteten kontemplieren.
"Wenn du den Buddha visualisiert hast, sollest du zuerst sein Bild formen. Ob deine Augen offen oder geschlossen sind, nimm stets ein juwelengleiches Bild von ihm wahr, das die Farbe von Gold des Jambu Flusses hat, auf einem Blumentron sitzend. Wenn du das sitzende Bild des Buddha wahrgenommen hast, wird das Auge deines Geistes sich öffnen und du wirst klar und deutlich die aus sieben Juwelen geschaffenen Objekte des Landes des Äussersten Segens sehen, einschliesslich des Bodens aus sieben Juwelen, der juwelenen Becken, der Reihen aus juwelenen Bäumen bedeckt mit himmlisch juwelenen Vorhängen, und der juwelenen Netze die sich über den Himmel ziehen. Nimm diese klar und deutlich wahr, gleich als wenn du ein Objekt in deiner Handfläche siehst.
"nachdem du dieses Bild gesehen hast, visualisiere zur Linken des Buddha eine grosse Lotusblume, die genau gleich wie die oberhalb beschriebene ist, und dann noch eine grosse Lotusblume an seiner Rechten. Visualisiere das Bild des Bodhisattva Avalokiteshvara sitzend auf dem Blumensitz zu seiner Linken, ein goldenes Licht ausstrahlend so wie das Buddha Bild oberhalb beschrieben, unddann ein Bild des Bodhisattva Mahasthamaprapta sitzend auf dem Blumensitz zu seiner Rechten.
"Wenn du diese Vision erreicht hast, wirst du sehen wie diese Bilder des Buddha und der Bodhisattvas goldene Strahlen aussenden, die die juwelenen Bäume erhellen. Unter jedem Baum sind auch drei Lotusblumen mit Bildern des Buddha und der zwei Bodhisattvas darauf sitztend, sodass das Land vollkommen gefüllt mit solchen Bildern ist.
"Wenn du diese Vision erreicht hast, wirst du die Ströme wahrnehmen, Strahlen aus Licht, juwelenbesetzte Bäume, Enten, Gänse, männliche und weibliche Mandarin Enten, und so weiter, alle erklären das wundervolle Dharma. Ob in Meditation oder nicht, du wirst immer das wundervolle Dharma hören. Wenn du von der Meditation aufstehst, sollest du die erinnern, was du gehört hast, es nicht vergessen, und es mit den Sutras bestätigen. Wenn es nicht übereinstimmt mit den Sutras, sollte es eine Illusion genannt werden, aber wenn es übereinstimmt, wird es die Erreichen der generellen Wahrnehmung des Landes des Äussersten Segens genannt. Dies ist das Visualisieren des Buddha-Bildes und ist bekannt als die achte Kontemplation. Wenn du das erreicht hast, wird das böse Karma, das du in unzähligen Kotis von Kalpas begangen hast, ausgelöscht sein und du wirst, während du in diesem Leben bist, den Buddha-Erinnerungs Samadhi erreichen. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
9) Kontemplation von Amida selbst

[17] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Wenn du erfolgreich diese Bilder gesehen hast, stelle dir als nächstes die körperlichen Merkmale und das Licht von Amitabha vor. Ananda, du solltest erkennen, dass sein Körper so herrlich wie tausend millionen Kotis von Goldklumpen aus dem Jambu Fluss des Yama Himmels ist und dass seine Höhe sechs hundert tausend Kotis von Nayutas von Yoyanas multipliziert mit der Zahl des Sandes vom Fluss Ganges ist. Der weisse Haarflaum, der sich zwischen seinen Augenbrauen nach rechts kräuselt, ist fünfmal so gross wie Mont Sumeru. Seine Augen sind klar und so breit wie vier grosse Ozeane; ihre blaue Iris und das Weisse sind deutlich. Aus allen Poren seines Körpers dringt eine Flut an Licht, so herrlich wie Mont Sumeru. Seine Korona ist so breit wie hundert Kotis von Universen, jedes beinhält tausend millionen Welten. In dieser Korona residieren transformierte Buddhas so zahlreich wie eine million Kotis von Nayutas multipliziert mit der Zahl des Sandes vom Fluss Ganges. Jeder Buddha ist begleitet von unzähligen und unzählbaren transformierten Bodhisattvas.
"Der Buddha Amitabha besitzt vierundachtzig tausend körperliche Merkmale, jedes hat vierundachtzig tausend sekundäre Zeichen der Exzellenz. Jedes sekundäre Zeichen strahlt vierundachtzig tausend Lichtstrahlen aus; jedes Licht scheint universell auf die Länder der zehn Viertel, und umarmt unaufhörlich diejenigen, die dem Buddha eingedenk sind. Es ist unmöglich, diese Lichtstrahlen, körperlichen Merkmale und Zeichen, transformierten Buddhas und so weiter im Detail zu beschreiben. Aber du kannst sie sehen durch das Auge deines Geistes mittels Kontemplation.
"Die diese visualisiert haben, sehen alle Buddhas der zehn Viertel. Weil sie die Buddhas sehen, wird dies der Buddha-Erinnerungs Samadhi genannt. Diese Kontemplation zu erreichen, ist die Körper aller Buddhas wahrzunehmen. Indem man diese wahrnimmt, erkennt man auch den Geist des Buddha. Der Geist des Buddha ist Grosses Mitgefühl. Es umarmt empfindungsfähige Wesen mit vorbehaltlosem Wohlwollen. Die diese Kontemplation praktiziert haben, werden nach dem Tod in der Gegenwart der Buddhas geboren werden und die Einsicht in das Nicht-Entstehen aller Dharmas erkennen. Aus diesem Grund sollte der Weise seine Gedanken konzentrieren und Amitabha visualisieren.
"Wenn du ihn kontemplierst, beginne mit einer seiner körperlichen Merkmale. Visualisiere nur den weissen Haarflaum zwischen seinen Augenbrauen bis du ihn sehr klar und deutlich siehst. Wenn du es visualisiert hast, werden all die vierundachtzig tausend körperlichen Merkmale spontan in Erscheinung treten. Wenn du Amitabha siehst, wirst du auch unzählige Buddhas sehen, und du wirst von jedem einzelnen eine Vorhersage über deine zukünftige Buddhaschaft erhalten. Das ist die generelle Wahrnehmung aller körperlichen Merkmale des Buddha und ist bekannt als die neunte Kontemplation. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
10) Kontemplation von Avalokiteshvara

[18] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Nachdem du Amitabha gesehen klar und deutlich hast, visualisiere als nächstes den Bodhisattva Avalokiteshvara. Seine Höhe ist achzig Kotis von Nayutas von Yoyanas multipliziert mit der Zahl des Sandes vom Fluss Ganges. Sein Körper hat die Farbe von lila-gold und au der Spitze seines Kopfes ist ein Hügel umgeben von einer Korona mit dem Radius von hundert tausend Yoyanas, in welcher es fünfhundert transformierte Buddhas gibt. Jeder transformierte Buddha ähnelt Shakyamuni, und ist begleitet von fünfhundert transformierten Bodhisattvas und unzähligen Devas. Im Licht, das von seinem gesamten Körper abstrahlt, sieht man die empfindungsfähigen Wesen der fünf Reiche des Samsara in all ihren deutlichen körperlichen Formen. Auf seinem Kopf trägt er eine himmlische Krone aus Shakra-abhilagna-mani-Edelsteinen, auf der ein transformierter Buddha (Amitabha) steht, fünfundzwanzig Yoyanas hoch.
"Das Gesicht des Bodhisattva Avalokiteshvara hat die Farbe von Gold des Jambu Flusses, während der Haarflaum zwischen seinen Augenbrauen die Farbe der sieben Juwelen hat und von ihm strahlen vierundachtzig tausend verschiedene Lichtstrahlen aus. In jeder dieser Strahlen leben zahllose und unzählbare transformierte Bodhisattvas, alle die sich willentlich in verschiedene Formen manifestieren können und vollkommen die Welten der zehn Viertel erfüllen. Avalokiteshvaras Arme haben die Farbe von roten Lotusblumen. Sie strahlen achzig Kotis von exquisiten Lichtstrahlen aus, in der Form von Schmuck, in welchem sich alle herrlichen Objekte dieses Landes reflektieren. Seine Handflächen haben die Farbe von fünfhundert Kotis verschiedener Lotusblumen. Jeder seiner Fingerspitzen trägt vierundachtzig tausend Zeichen wie eingedruckte Muster, jedes mit vierundachtzig tausend Farben. Jede Farbe wiederum strahlt vierundachtzig tausend delikate Lichtstrahlen aus und erhellt alle Wesen. Mit seinen juwelenbesetzten Händen heisst er die empfindungsfähigen Wesen willkommen und führt sie.
"Wenn er einen seiner Füsse hebt, wechselt das Zeichen des tausend-speichigen Rades auf seiner Sohle spontan in einen Sockel, der fünfhundert Kotis von Lichtstrahlen aussendet. Wenn er seinen Fuss niedersetzt, werden Blumen aus Diamanten und Mani-Edelsteinen überall verstreut. Alle anderen körperlichen Merkmale und Zeichen, deren er voll in Besitz ist, sind die gleichen wie die des Buddhas, mit Ausnahme des Hügels auf seinem Kopf und dem allerobersten, unsichtbaren Teil, der nicht gleich mit dem des Weltgeehrten ist. Dies ist die Visualisierung der wahren körperlichen Eigenschaften des Bodhisattva Avalokiteshvara und bekannt als die zehnte Kontemplation.
Dann sagte der Buddha zu Ananda: "Die den Bodhisattva Avalokiteshvara zu sehen wünschen, sollten der Methode der Kontemplation wie genannt folgen. Wer diese Kontemplation praktiziert wird keinem Unglück begegnen, sondern von karmischen Hindernissen befreit werden, und auch befreit sein von bösem Karma, das während unzähliger Kalpas im Samsara begangen wurde. Wenn du nur den Namen dieses Bodhistattvas hörst, wirst du unermesslichen Verdienst erlangen. Und so, wieviel mehr Verdienst wirst du erwirken, wenn du ihn klar visualisierst! Die den Bodhisattva Avalokiteshvara zu sehen wünschen, sollten zuerst den Hügel auf seinem Kopf visualisieren und dann als nächstes seine himmlische Krone. Dann sollten sie die anderen körperlichen Merkmale der Reihe nach visualisieren, so klar als ob sie auf etwas in ihren Handflächen schauen würden. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
11) Kontemplation von Mahasthamaprapta

[19] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Als nächstes visualisiere den Bodhisattva Mahasthamaprapta. Die Dimensionen dieses Bodhisattva sind gleich wie die von Avalokiteshvara. Seine Korona hat zweihundert-fünf-und-zwanzig Yoyanas im Durchmesser und scheint bis zu einer Entfernung von zweihundert-fünfzig Yoyanas. Das Licht, das aus seinem Körper strahlt erhellt die Welten der zehn Viertel, indem es sie lila-golden scheinen lässt. Dieses Licht kann von jedem gesehen werden, der eine enge karmische Verwandtschaft mit ihm hat. Selbst wenn man das Licht dasaus nur einer Pore seiner Haut dringt sieht, kann man die reinen und herrlichen Lichter von unzähligen Buddhas der zehn Viertel wahrnehmen. Deshalb wird wird dieser Bodhisattva Grenzenloses Licht genannt. Vielmehr hat er die grosse Kraft, alle Wesen mit dem Licht der Weisheit zu erhellen, um sie von den drei bösen Reichen zu befreien. Dies ist der Grund, warum er auch der Besitzer der Grossen Kraft genannt wird.
"Die himmlische Krone dieses Bodhisattvas ist mit fünfhundert juwelenen Lotusblumen geschmückt, jede davon hat fünfhundert juwelene Blütenblätter. Auf jedem Blütenblatt erscheinen die reinen und glänzenden Länder der Buddhas der zehn Viertel mit all deren grenzenlosen und herrlichen Eigenschaften.
"Der Hügel auf seinem Kopf, geformt wie eine Lotusknospe, hat eine juwelene Vase davor. Diese ist erfüllt mit verschiedensten Lichtern, die alle Aktivitäten des Buddha offenbaren. Die restlichen Merkmale seines Körpers sind genau gleich mit denen von Avalokiteshvara. Wenn dieser Bodhisattva geht, erschüttern alle Welten der zehn Viertel. Wo auch immer die Erde erzittert, erscheinen fünfhundert Kotis von juwelenen Blumen, jede so wunderschön und brilliant wie eine Blume im Land des Äussersten Segens. Wenn sich dieser Bodhisattva niedersetzt, erzittern all die mit sieben Juwelen geschaffenen Länder gleichzeitig, vom dem des Buddhas Goldenes Licht im Nadir, bis zu dem von Buddha König des Lichts im Zenith. Zwischen diesen manifestierten Körpern von Amitabha, Avalokiteshvara, und Mahasthamaprapta, die so zahlreich sind wie Staubpartikel, versammeln sich alle wie Wolken im Land des Äussersten Segens, den gesamten Himmel erfüllend. Sie sitzen in Lotussitzen und erklären das wundervolle Dharma, um leidende Wesen zu retten. Dies zu visualisieren ist bekannt als die Kontemplation über Mahasthamapraptas körperliche Merkmale. Diesen Bodhisattva auf diese Weise zu visualisieren ist bekannt als die elfte Kontemplation. Es vernichtet das böse Karma, das man während unermesslichen und unzähligen Kalpas im Samsara begangen hat. Die diese Kontemplation praktizieren werden nicht mehr länger Gegenstand von Geburt aus dem Mutterbauch sein. Sie können zu den reinen und exquisiten Ländern der Buddhas reisen. Diese Kontemplationen werden die vollkommenen Kontemplationen von valokiteshvara and Mahasthamaprapta genannt. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
12) Kontemplation der Aspiranten selbst

[20] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Nachdem du dies kontempliert hast, visualisiere als nächstes dich selbst, wie du im Westlichen Land des Äussersten Segens geboren wirst, sitzend mit gekreuzten Beinen auf einer Lotusblume. Visualisiere diese Lotusblume als geschlossen; als sie sich öffnet, erhellen fünfhundert Strahlen von farbigem Licht deinen Körper; dann sind deine Augen offen und du siehst Buddhas und Bodhisattvas den Himmel erfüllen und hörst Klänge von Wasser, Vögeln und Bäumen, und die Stimmen der Buddhas, die alle das wundervolle Dharma in Einklang mit den zwölf Kathegorien der Schriften erklären. Wenn du dich von der Meditation erhebst, behalte diese Dinge im Geist und vergiss sie nicht. Dies zu sehen wird die Visualisierung des Landes des Äussersten Segens des Buddha Amitabha genannt. Dies ist die umfassende Visualisierung und ist bekannt als zwölfte Kontemplation.
"Unzählige transformierte Körper von Amitabha, zusammen mit denen von Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta werden immerzu diejenigen begleiten, die dies kontemplieren. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
13) Kontemplation von Amida und den zwei Bodhisattvas

[21] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Wenn du dich aufrichtig sehnst, im Westlichen Land geboren zu werden, solltest du zuerst eine Figur vorstellen, 4,88 Meter hoch, auf dem Grund eines Beckens. Die Dimensionen von Amitabha wie zuvor beschrieben sind grenzenlos und jenseits der geistigen Reichweite gewöhnlicher Wesen. Aber Kraft der ursprünglichen Gelobnisse dieses Tathagata, werden diejenigen die ihn kontemplieren sicherlich erfolgreich sein. Du kannst unermesslichen Verdienst erlangen, einfach nur durch das Visualisieren des Bildes dieses Buddhas. Und so, wie wieviel mehr Verdienst erlangst du durch das Visualisieren seiner gesamten körperlichen Merkmale!
"Amitabha übt übernatürliche Kräfte willentlich aus und kann frei seine verschiedenen Formen in den Ländern der zehn Viertel manifestieren. Manchmal erscheint er als grosse Figur, die den Himmel erfüllt; zu anderen Zeiten als eine kleine Figur, nur 4,88 meter oder 2,44 Meter hoch. Die Figuren, die er manifestiert haben alle die Farbe von purem Gold. Die transformierten Buddhas und juwelenen Lotusblumen in der Korona jeder einzelner dieser manifestierten Formen sind wie die oberhalb beschrieben.
"Die Bodhisattvas Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta haben eine ähnliche Erscheinung, woimmer sie sind. Empfindungsfähige Wesen konnen nur einen vom anderen unterscheiden durch Anschauen der Embleme auf deren Köpfen. Diese zwei Bodhisattvas assistieren Amitabha im Retten von Wesen überall. Dies ist eine verschiedenartige Visualisierung, und ist bekannt als die dreizehnte Kontemplation. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
 
Neun Geburtsklassen:
 
1) Die höchste Ebene der höchsten Klasse

[22] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Die im Westlichen Land geboren werden werden in neun Klassen eingeteilt. Die Geburt in der höchsten Ebene der höchsten Klasse erreichen, sind empfindungsfähige Wesen die fest entlossen sind, in diesem Land geboren zu werden, zu drei Arten von glauben erwachen und so dort geboren werden. Was sind die drei? Es sind, erstens, der aufrichtige Glaube; zweitens der tiefe Glaube; und drittens der Glaube, der Geburt sucht durch Übertragung des Verdienstes. Die diese drei Arten von Glauben haben werden sicherlich dort geboren werden.
"Es gibt drei andere Arten von empfindungsfähigen Wesen, die auch Geburt erreichen. Was sind die drei? Es sind, erstens, die ein Mitleid-empfindendes Herz haben, dem Töten entsagen und die Grundsätze einhalten; zweitens, die die Mahayana Sutras im grösserem Umfang rezitieren; und drittens, die die sechs Formen der Geistesgegenwart praktizieren. Sie erstreben in diesem Land geboren zu werden, durch das Übertragen des Verdienstes ihrer Praktiken. Mit dem Verdienst den sie durch das Vollbringen dieser Taten für einen bis sieben Tage erlangen, erreichen sie Geburt.
"Wenn ein Aspirant in diesem Land dabei ist geboren zu werden, durch hingebungsvolle und unerschütterliche Praktiken, kommen der Tathagata Amitabha zusammen mit Avalokiteshvara, Mahasthamaprapta und unzähligen transformierten Buddhas und einer grossen Versammlung von hundert tausend Mönchen und Shravakas und unzählige Devas in Palästen aus sieben Juwelen. Der Bodhisattva Avalokiteshvara trägt einen Vajra-Sitz und zusammen mit dem Bodhisattva Mahasthamaprapta nähern sie sich dem Aspiraten. Amitabha lässt eine grosse Flut an Licht frei, welches den Körper des Aspiranten erhellt und zusammen mit den Bodhisattvas streckt er seine Hände aus zum Willkommenheissen. Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta, zusammen mit unzähligen Bodhisattvas, preisen und ermuntern den Aspiranten. Als er dies sieht, freut sich der Aspirant so sehr, dass er vor Freude tanzen möchte. Dann sieht er sich selbst auf dem Vajra-Sitz sitzen und dem Buddha folgend und ist in diesem Land so schnell geboren, wie das Schnippen mit den Fingern dauert.
"Nachdem er in diesem Land geboren wurde, sieht er den Körper des Buddha gesamtheitlich mit all dessen körperlichen Merkmalen und auch die Körper der Bodhisattvas gleichermassen ganzheitlich mit all deren körperlichen Merkmalen. Wenn er die Lehren des wundervollen Dharmas hört, das durch das Licht und die juwelenen Bäume ausgesendet wird, erreicht er Einsicht in das Nicht-Entstehen aller Dharmas. In einem einzigen Moment besucht und verehrt er all die Buddhas der zehn Viertel und erhält von jedem einzelnen eine Vorhersage über seine zukünftige Buddhaschaft. Wenn er in das Pure Land zurückkehrt, ist er ausgestattet mit unzähligen hunderten von tausenden von Dharanis. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der höchsten Ebene der höchsten Klasse erreicht, bezeichnet.

 
2) Die mittlere Ebene der höchsten Klasse

[23] "Die Geburt in der mittleren Ebene der höchsten Klasse erreichen, wahren und rezitieren die Sutras nicht unbedingt im grösseren Ausmass, aber verstehen die Lehren des Buddha so gut, dass wenn sie die höchsten Wahrheiten hören, sie nicht bestürzt sind. Sie haben tiefen Glauben in das Gesetz der karmischen Kausalitäten und Effekte und sprechen nicht leichtfertig vom Mahayana. Sie transferieren den erlangten Verdienst zum Land des Äussersten Segens, erstrebend dort geboren zu werden.
"Wenn solch ein Aspirant in Begriff ist zu sterben, erscheint Amitabha vor ihm, umgeben von Avalokiteshvara, Mahasthamaprapta und unzähligen Weisen und Helfern, und sie tragen einen lila-goldenen Lotus-Sitz mit sich. Der Buddha preist ihn und sagt: 'Sohn des Dharma, weil du das Mahayana praktiziert hast und die höchsten Wahrheiten dankbar angenommen hast, bin ich gekommen um dich willkommen zu heissen.' Als er dies sagt, strecken er und tausende transformierte Buddhas alle gleichzeitig ihre Hände in Richtung des Aspiranten aus, der sich selbst auf dem lila-goldenen Sitz sitzen sieht und seine Handflächen zusammenbringt, um die Buddhas zu preisen. In einem Augenlick ist er geboren in einem Becken aus sieben Juwelen in diesem Land.
"Der lila-goldene Sitz wurde zu einer grossen juwelenen Blume, die sich nach einer Nacht öffnet. Der Körper des Aspiranten wurde lila-gold farben und unter seinen Füssen sind Lotusblumen aus sieben Juwelen. Der Buddha und Bodhisattvas zusammen lassen eine Flut and Licht frei, das den Körper des Aspiranten erhellt. Er öffnet seine Augen, und wegen seines Vorrats an Verdienst des vorigen Lebens, hört er Stimmen von überall her nur die zumeist tiefsinnigen und höchsten Wahrheiten erklären. Als er sich von seinem goldenen Sitz erhebt, verneigt er sich mit zusammengebrachten Handflächen und preist den Buddha, den Weltgeehrten. Nach sieben Tagen erreicht er sofort den Zustand der Nicht-Retrogression für das Realisieren der höchsten vollkommenen Erleuchtung. Er ist auch fähig in die zehn Viertel zu fliegen, wenn er dies wünscht, all den Buddhas Verehrung zu erweisen und verschiedene Samadhis von ihnen zu lernen. Nach dem Vergehen einer kleinen Kalpa, erlangt er Einsicht in das Nicht-Entstehen aller Dharmas und erhält von jedem einzelnen Buddha eine Vorhersage über seine zukünftige Buddhaschaft. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der mittleren Ebene der höchsten Klasse erreicht, bezeichnet.

 
3) Die niedrigste Ebene der höchsten Klasse

[24] "Die Geburt in der niedrigsten Ebene der höchsten Klasse erreichen, akzeptieren das Gesetz von karmischen Wirkungen und Effekten und sprechen nicht leichtfertig vom Mahayana und erwachen zur Aspiration fur die höchste Erleuchtung. Sie transferieren den erlangten Verdienst zum Land des Äussersten Segens, sich ersehnend dort geboren zu werden.
'Wenn solch ein Aspirant im Begriff ist zu sterben, kommt Amitabha zusammen Avalokiteshvara, Mahasthamaprapta und einer Schar Helfer, um ihn willkommen zu heissen, sie bringen eine goldene Lotusblume mit sich und maifestieren fünf hundert transformierte Buddhas. Diese transformierten Buddhas strecken ihre Hände alle gleichzeitig aus und preisen den Aspiranten, sie sagen: 'Sohn des Dharma, da zu zur reinen Aspiration erwacht bist, sind wir gekommen um dich willkommen zu heissen.'
"Als er all dies gesehen hat, findet der Aspirant sich selbst auf einer goldenen Lotusblume sitzend wieder, die sich dann schliesst. Er folgt dem Weltgeehrten und erlangt sofort Geburt in einem aus sieben Juwelen gefertigten Becken. Nach einem Tag und einer Nacht öffnet sich die Lotusblume und innerhalb von sieben Tagen kann der Aspirant den Buddha sehen. Obwohl er den Körper des Buddha sieht, ist er jedoch noch unfähig dessen körperliche Merkmale und Zeichen zu unterscheiden. Aber nach drei Wochen sieht er diese deutlich und hört auch alle Klänge und Stimmen die das wundervolle Dharma erklären. Dann kann er in alle zehn Viertel reisen, um den Buddhas Opfergaben darzubringen und deren tiefsinnige Lehren zu hören. Nach drei kleineren Kalpas erlangt er klares Verstehen der einhundert Dharmas und lebt im Zustand von Freude. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der untersten Ebene der höchsten Klasse erreicht, bezeichnet. Diese drei zusammen sind bekannt als die Kontemplation des höchsten Grades der Aspiranten, und die vierzehnte Kontemplation. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
4) Die höchste Ebene der mittleren Klasse

[25] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Die Geburt in der höchsten Ebene der mittleren Klasse erreichen, sind empfindungsfähige Wesen, die die fünf Grundsätze einhalten, die acht Enthaltsamkeiten einhalten, in Übereinstimmung mit verschiedenen anderen Grundsätzen praktizieren, und nicht die fünf Grabsünden oder andere Verstösse begehen. Sie übertragen den erlangten Verdienst auf das Westliche Land des Äussersten Segens, erstrebend dort geboren zu werden.
"Wenn solch eine Person in Begriff ist zu sterben, erscheint Amitabha vor ihm, umgeben von einer Schar Mönche und strahlt ein goldenes Licht aus. Er erklärt die Wahrheit des Leidens, der Leere, der Vergänglichkeit und des Nicht-Selbst, und preist den Verzicht der Welt als den Weg, um dem Leiden zu entfliehen.
"Wenn der Aspirant dies sieht, jubelt er sehr und findet sich selbst sitzend auf einer Lotusblume wieder. Er kniet nieder, bringt seine Handflächen zusammen und verehrt den Buddha. Bevor er seinen Kopf wieder erhebt, erlangt er Geburt im Land des Äussersten Segens, wo seine Lotusknospe sich bald öffnet. Wenn die Blume sich öffnet, hört er verschiedene Klänge und Stimmen die Vier Noblen Wahrheiten verkünden. Er erreicht sofort Arhatschaft und erlangt die acht Samadhis der Befreiung. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der höchste Ebene der mittleren Klasse erreicht, bezeichnet.

 
5) Die mittlere Ebene der mittleren Klasse

[26] "Die Geburt in der mittleren Ebene der mittleren Klasse erreichen, sind empfindungsfähige Wesen, die zumindest einen Tag und eine Nacht lang die acht Abstinenzen einhalten, die Grundsätze für einen Novizen, oder die gesamten Grundsätze eines Mönchs oder einer Nonne, und nicht gegen irgendwelche Regeln des Verhaltens verstossen. Sie übertragen den erlangten Verdienst auf das Westliche Land des Äussersten Segens, erstrebend dort geboren zu werden.
"Wenn solch ein Aspirant, parfümiert durch die Tugend des Einhaltens der Grundsätze, im Begriff ist zu sterben sieht er Amitabha mit seinen Helfern auf ihn zukommen, ein goldenes Licht ausstrahlen und eine Lotusblume aus sieben Juwelen mit sich tragen. Er hört eine Stimme im Himmel die ihn preist: 'Mann guter Taten, da du tugendreich bist und den Lehren der Buddhas der drei Perioden gefolgt bist, bin ich gekommen um dich willkommen zu heissen.' Der Aspirant findet sich selbst auf einer Lotusblume sitzend wieder. Wenn die Blume sich geschlossen hat, ist der Aspirant in einem Becken aus sieben Juwelen im Westlichen Land des Äussersten Segens geboren. Nach sieben Tagen entfaltet sich die Lotusblume und dann öffnet er seine Augen. Mit zusammengebrachten Handflächen erweist er dem Weltgeehrten Homage, jubelt als er das Dharma hört und erreicht den Zustand eines Strom-Gewinners. Nach einer halben Kalpa wird er ein Arhat. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der mittleren Ebene der mittleren Klasse erreicht, bezeichnet.

 
6) Die niedrigste Ebene der mittleren Klasse

[27] "Die Geburt in der niedrigsten Ebene der mittleren Klasse erreichen, sind gute Männer und Frauen, die sich pflichtbewusst um ihre Eltern kümmern und wohlwollende Taten für andere vollbringen. Wenn solch eine Person im Begriff ist zu sterben, trifft er vielleicht einen guten Lehrer, der ihm gänzlich den Segen des Landes von Amitabha und der Achtundvierzig Grossen Gelobnisse des Bhiksu Dharmakara erklärt. Nachdem er dies gehort hat, stirbt er in so kurzer Zeit, wie ein starker Mann braucht, um seinen Arm auszustrecken, und erreicht Geburt im Westlichen Land des Äussersten Segens.
Sieben Tage nach seiner Geburt dort, trifft er auf Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta, jubelt das Dahrma von ihnen zu hören und erlangt so den Zustand eines Strom-Gewinners. Nach einer kleineren Kalpa wird er ein Arhat. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der niedrigsten Ebene der mittleren Klasse erreicht, bezeichnet.
Diese drei zusammen sind bekannt als die Kontemplation der mittleren Klasse der Aspiranten und die fünfzehnte Kontemplation. Es auf diese Art und Weise zu praktizieren wird korrekte Kontemplation genannt, und es anderes zu praktizieren is inkorrekt."

 
7) Die höchste Ebene der niedrigsten Klasse

[28] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Die Geburt in der höchsten Ebene der niedrigsten Klasse erreichen, sind empfindungsfähige Wesen, die verschiedene böse Handlungen begehen, aber die Mahayana Sutras nicht im grösseren Ausmass verleumden. Wenn eine närrische Person so wie diese, die viel Böses begangen haben, keine Reue empfindet, im Begriff ist zu sterben, trifft er vielleicht auf einen guten Lehrer, der die Titel der zwölf Unterteilungen der Mahayana Schriften preist. Durch hören dieser Sutra Titel, ist er von der Last des bösen Karmas, dass er durch tausende Kalpas angesammelt hat, befreit. Vielmehr rat ihm dieser weise Lehrer, seine Handflächen zusammenzubringen und zu rufen: 'Homage für Amitabha Buddha' [Na-mo-o-mi-t'o-fo].' Das Rufen des Namens des Buddha löscht das böse Karma, das eine sterbende Person während fünfzig Kotis von Kalpas im Samsara begangen hat.
"Der Buddha sendet dann seinen transformierten Körper und die von Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta zu dem Aspiranten; sie preisen ihn und sagen: ' Gut gemacht, man der guten Taten! Durch das Rufen des Namens des Buddha wurde dein böses Karma ausgelöscht, und so sind wir gekommen, um dich willkommen zu heissen.' Wenn diese Worte gesprochen sind, sieht der Aspirant eine Flut an Licht von diesem transformierten Buddha seinen Raum erfüllen. Da er dies sieht, erfreut er sich und stirbt. Sitzend auf einer juwelenen Lotusblume folgt er dem transformierten Buddha und ist in einem juwelenen Becken geboren. In sieben Wochen öffnet sich die Lotusknospe und Avalokiteshvara, der Bodhisattva des Grossen Mitgefühls, und Mahasthamaprapta erscheinen vor ihm, lassen einen grosse Flut an Licht frei und erklären ihm die extrem tiefsinnigen Lehren der zwölf Unterteilungen der Schriften. So er diese vernommen hat, nimmt sie der Aspirant in Glauben an und erwacht zur Aspiration fur die höchste Erleuchtung. Nach zehn kleineren Kalpas erlangt er klares Verstehen von einhundert Dharmas und betritt die erste Stufe der Bodhisattvaschaft. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der höchsten Ebene der niedrigsten Klasse erreicht, bezeichnet. Somit wurde er geboren durch das Hören des Namens des Buddha, des Dharma und der Sangha -- das sind, die Drei Schätze."

 
8) Die mittlere Ebene der niedrigsten Klasse

[29] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Die Geburt in der mittleren Ebene der niedrigsten Klasse erreichen, sind empfindungsfähige Wesen, die die fünf Grundsätze verletzen, die acht Grundsätze, oder die gesamten Grundsätze für einen Mönch oder eine Nonne. Eine närrische Person so wie diese, stiehlt von der Sangha, oder nimmt persönliche Habschaften von Mönchen, oder lehrt das Dharma mit unreinen Motiven aber fühlt keine Reue. So beschmutzt er sich selbst mit bösem Karma, und deswegen wird er in die Hölle fallen.
"Wenn er im Begriff ist zu sterben und die Flammen der Hölle plötzlich ihm näher kommen, trifft er vielleicht einen guten Lehrer, der ihm mitfühlend die zehn übermenschlichen Kräfte von Amitabha erklärt, ihm ganz die majestätische Kraft des Lichts dieses Buddha beschreibt, seine Tugenden in der Einhaltung der Grundsätze, Meditation, Weisheit, Befreiung und Wissen um die Befreiung. Da er dies gehört hat, ist das böse Karma, begangen während achzig Kalpas im Samsara, ausgelöscht; undso wandeln sich die wilden Flammen der Hölle in kühle erfrischende Brisen, himmlische Blumen wehend. Auf jeder Blume ist ein transformierter Buddha begleitet von Bodhisattavas, die ihn willkommen heissen.
"In einem Augenblick erreicht er Geburt innerhalb einer Lotusblüte auf einem Becken aus sieben Juwelen. Nach sechs Kalpas öffnet sich die Lotusknospe und dann trösten ihn Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta mit ihren noblen Stimmen und lehren ihm die tiefsinnigen Mahayana Sutras. Da es dies gehört hat, erwacht er sofort zur Aspiration zur höchsten Erleuchtung. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der mittleren Ebene der niedrigsten Klasse erreicht, bezeichnet.

 
9) Die niedrigste Ebene der niedrigsten Klasse

[30] Der Buddha sagte zu Ananda und Vaidehi: "Die Geburt in der niedrigsten Ebene der niedrigsten Klasse erreichen, haben solche Übel wie die Fünf Grabvergehen begangen, die zehn bösen Handlungen und alle Arten von unmoralischen Taten begangen. Da sie solch böses Karma besitzen, fallen Narren wie diese in Höllenreiche und leiden endlose Qualen für viele Kalpas. Wenn er im Begriff ist zu sterben, trifft er vielleicht einen guten Lehrer, der ihn auf verschiedene Arten tröstet, ihm das wundervolle Dharma lehrt und ihn drängt, dem Buddha eingedenk zu sein; aber er ist viel zu gemartert durch Schmerzen, um dies zu tun. So rat ihm der gute Lehrer alsdann: 'Wenn du dich ncht auf den Buddha konzentrieren kannst, dann solltest du stattdessen sagen, Homage für Amitabha Buddha'. Und so sagt er aufrichtig und unaufhörlich 'Homage für Amitabha Buddha' [Na-mo-o-mi-t'o-fo], zehnmal. Weil er den Namen des Buddha ruft, wird mit jeder Wiederholung das böse Karma, das er während achzig Kotis von Kalpas im Samsara begangen hat, ausgelöscht. Wenn er dann stirbt, sieht er vor ihm eine goldene Lotusblume, ähnlich der Scheibe der Sonne, und in einem Augenblick ist er innerhalb einer Lotusknospe im Land des Äussersten Segens geboren. Nach zwölf grossen Kalpas öffnet sich die Lotusblume. Wenn die Blume sich öffnet, lehren ihm Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta mit Stimmen von grossem Mitgefühl die Methode des Auslöschens von bösem Karma durch das Erkennen der Beschaffenheit aller Dharmas. Da es dies gehört hat, jubelt er und erwacht sofort zur Aspiration der Erleuchtung. Solch eine Person wird als jemand, der Geburt in der niedrigsten Ebene der niedrigsten Klasse erreicht, bezeichnet. Diese drei zusammen sind bekannt als die Kontemplation der niedrigsten Klasse von Aspiranten und die sechzehnte Kontemplation."

 
 
Vorteile die das Publikum erhielt

[31] Als der Buddha diese Worte überbrachte, hörten Vaidehi und ihre fünf hundert weiblichen Helferinnen seinen Lehren zu. Da sie die grenzenlosen Eigenschaften des Lands des Äussersten Segens, des Buddha (Amitabha) und der zwei Bodhisattvas wahrgenommen hatte, jubelte Vaidehi in ihrem Herzen. Wie durch ein Wunder durch diese Offenbarung erreichte sie grosses Erwachen mit Klarheit des Geistes und erreichte Einsicht in das Nicht-Entstehen aller Dharmas. Ihre fünf hundert weiblichen Gehilfen erwachten zur Aspiration der höchsten vollkommenen Erleuchtung und sehnten sich, in diesem Land geboren zu werden. Der Weltgeehrte gab ihnen allen Zusicherung, dass sie dort geboren werden würden, und dass sie dann den Samadhi des Seins in der Gegenwart Aller Buddhas erreichen würden. Unzählige Devas erwachten ebenso zur Aspiration der höchsten Erleuchtung.

 
 
Namen dieses Sutras

[32] Dann Ananda stand Ananda von seinem Sitz auf, trat vor und sagte zu dem Buddha: "Weltgeehrter, wie sollten wir dieses Sutra nennen und wie sollten wir die Essenzen seiner Lehren erhalten und umschulen?
Der Buddha antwortete: "Ananda, dieses Sutra wird die Visualisierung des Landes des Äussersten Segens von Buddha Amitabha und von den Bodhisattvas Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta genannt. Es wird auch die Bereinigung und Beseitgung von Karmischen Hindernissen zum Erreichen der Geburt in der Gegenwart Aller Buddhas genannt. Haltet an diesem Sutra fest und vergesst es nicht. Die diesen Samadhi praktizieren werden fähig sein, während ihrer Lebenszeit den Buddha Amitabha und die zwei Mahasattvas zu sehen. Wenn gute Männer und Frauen auch nur den Namen dieses Buddhas oder die Namen der dieser beiden Bodhisattvas hören, wird das böse Karma, das sie in unzähligen Kalpas im Samsara begangen haben, ausgelöscht. Und so, wieviel mehr Verdienst werden sie erlangen, wenn sie sich auf sie konzentrieren! Du sollest wissen, dass alle die dem Buddha eingedenk sind, wie weisse Lotusblumen unter der Menschheit sind; die Bodhisattvas Avalokiteshvara und Mahasthamaprapta werden ihre guten Freunde. Sie werden im Platz der Erleuchtung sitzen und in die Familie der Buddhas geboren werden."
Der Buddha sagte weiters zu Ananda: "Trage diese Worte gut in deinem Geist. Diese Worte im Geist zu tragen, bedeutet festzuhalten am Namen des Buddha Amitabha."
Als der Buddha dies gesprochen hatte, jubelten der Ehrenwerte Mahamaudgalyayana, der Ehrenwerte Ananda, Vaidehi und alle anderen sehr, diesen Diskurs des Buddha zu hören.

 
 
Epilog

[33] Dann kehrte der Weltgeehrte durch die Luft zurück zum Geier-Gipfel. Dort erklärte Ananda gänzlich der Gemeinschaft, was vorgefallen war. Unzählige Menschen, Devas, Nagas, Yaksas und all die anderen Wesen jubelten sehr, die Lehren des Buddha zu hören. Nachdem die dem Weltgeehrten ihre Verehrung dargebracht hatten, reisten sie ab.

 
Das Ende von
Das Sutra über Visualisierung des Buddhas des Unendlichen Lebens
überbracht von Shakyamuni Buddha