Vorweg noch ein rechtlicher Hinweis:
Ich übernehme keinerlei Gewähr für die Richtigkeit meiner Aussagen und weise hiermit ausdrücklich auf die Gefahr hin, daß
beim Einbau einer falschen Zündkerze ein Motorschaden die Folge sein kann!
Ich übernehme keinerlei Haftung!
Nachdem ich bisher ausschließlich Zündkerzen von NGK verwendet habe, beziehen sich meine Ausführungen auch nur auf diese.
Bei anderen Herstellern kann z.B. die Beziehung Wärmewert-Wärmeleitfähigkeit umgekehrt sein. Dies kann aber individuell beim
jeweiligen Hersteller erfragt werden.
Aufbau der Seriennummer bei NGK:
Meine Quelle für die folgenden Angaben ist der NGK-Katalog 2005/06.
Die Seriennummer kann sich aus biszu 8 Zahlen und Ziffern zusammensetzen. Die folgende Grafik zeigt die genaue Aufschlüsselung
anhand eines Beispiels:
Das Zündkerzenbild:
Aus meiner Erfahrung schließen viele Leute vom Zündkerzenbild immer direkt auf die Vergaserabstimmung.
Allerdings kann man damit auch ziemlich daneben liegen.
Das Zündkerzenbild deutet nicht allein auf fettes bzw. mageres Gemisch hin, sondern immer auch auf die Zündkerze selbst, bzw. ihren
Wärmewert.
Der Wärmewert gibt an, wieviel Wärme die Zündkerze aus dem Brennraum an die Umgebung abgibt. Gibt die Kerze zu wenig Wärme ab
("heiße Kerze"; NGK: niedriger Wärmewert), so kann die Elektrode schmelzen, der Motor zu "Klopfen" beginnen, der Kolbenboden überhitzen und/oder im schlimmsten Fall der Kolben teilweise schmelzen. Gibt die Kerze
zu viel Wärme ab ("kalte Kerze"; NGK: hoher Wärmewert), so verliert die Kerze ihre selbstreinigende Wirkung (benötigte Temperatur: 400-880°C ) und es bildet sich ein
funkenhemmender Belag (sieht in etwa aus wie Kalkstein) und die Zündkerze liefert einen zu schwachen Funken. Gleichzeitig kann es durch ein Glühen der Ablagerungen zur Frühzündung des Gemisches kommen (Glühzündung).
Wenn fest steht, daß die Kerze den richtigen Wärmewert hat, kann man allerdings sehr gut, auf die Güte der Vergasereinstellung
Rückschlüsse ziehen. Bei optimaler Einstellung, weist die Zündkerze ein weißlich bis rehbraunes Kerzenbild auf. Ist die Kerze sehr deutlich weiß,
kann von einem zu mageren Gemisch ausgegangen werden. Bei einem schwarzen Kerzenbild, ist die Vergasereinstellung zu fett.
Hierzu zwei Beispiele:
Oben ein zu fettes Gemisch am Beispiel einer NGK CR9EK (aus Suzuki DR650SE), unten ein annähernd optimales Bild einer NGK CR7E
(aus MBK Flame 125)
Weitere Beispiele werden folgen, sobald ich entsprechende Bilder ab.