Um dieses Jahr beim Erzberg etwas besser vorbereitet zu sein, hab ich mich zu den Dirt Days 2006 am 29./30. April in Habach/Sindelsdorf angemeldet.
Veranstalter war der AMC Penzberg und ich trat natürlich wieder mit meiner geliebten EXC an.

Der Rennmodus war so einfach wie anstrengend: Es werden 2 Stunden lang so viele Runden wie möglich gefahren. Nach ablauf dieser Zeit wird abgewunken, sobald der Führenden noch 3 weitere Runden absolviert hat. Gestartet wurde LeMont-mäßig.
Meine Zeitplanung war etwas schlecht, nämlich zu vorsichtig, zum Leidwesen meiner Crew, Christoph und Thomas (Kberg-Forum: ReN), die jammerten wie Schloßhunde.
Treffpunkt war 06:30 Uhr bei mir. Die KTM war ziemlich schnell auf dem Hänger (Danke nochmals an KaDe!) und der Kofferraum umgeräumt. (Was Frauen so alles durch die Gegend fahren ... )
Trotz der sehr frühen Stunde war ich TOP motiviert.

Als wir dann um 07:15 Uhr (geplant war 08:00 Uhr) am Ort des Geschehens angekommen waren, regnete es leicht. Mir aber egal!!!

Wenigstens hatten wir noch genug Zeit uns einen Gesamteindruck von der Strecke zu verschaffen ...


... und auch vermutliche Schlüsselstellen genauer zu begutachten.



Das folgende Hindernis war wohl mehr als Gag gedacht. Denn zum einen war die Alternativrunde gerade mal 20m länger, zum anderen fiel man bei Gleichgewichtsproblemen in einen 1m tiefen Schlammtümpel!!!

War mir alles egal, ich war einfach nur geil aufs Fahren!

Und dann ging's auch schon los. Zu Anfang waren die Bodenverhältnisse noch akzeptabel. Meine Reifenwahl (Mitas EF-05/06) stellte sich als gut heraus. Selbst im tiefsten Schlamm konnte ich mich
eigentlich nie über mangelnden Grip beschweren und die Stollen sind auch nicht an Steinen abgebrochen. Also rein in den Kampf:


Der Typ mitte-oben bin ich. Leider hab ich so manches Mal meinen Motor abgewürgt, daher war ich ziemlich froh über den E-Starter.

Eine der Schlüsselstellen:

Der arme Kerl, mit dem Rücken zu uns, hatte leider keinen E-Sarter. Und das sollte sich besonders in dem Loch rächen, in das der mit dem blauen Trikot gerade reinfährt. Anfangs war das eine etwa
30cm tiefe Senke mit tiefen Fahrspuren. Genau hier hab ich mir bereits in der ersten Runde den Auspuff abgerissen und das Heck abgebrochen. Im Laufe des Rennens wurde aus der Senke ein 80cm tiefes
Schlammloch mit Treibsandcharakter! Wer da nicht beim ersten Anlauf durchkam, verschenkte wahnsinnig viel Kraft. Ich bin da glücklicher Weise nur einmal stecken geblieben. (1000 Dank an die Streckenposten!!!)
Das "Loch" im weiteren Rennverlauf:


Der arme Kerl mit der Yamsel hat sein Mopped nicht mehr anbekomen!!! Also bereits in der zweiten Runde aufgeben müssen!
Schlüsselstelle Nummer 2 war diese Auffahrt. Steigung ähnlich den Erzberg-Hängen, aber mit zunehmendem Rennverlauf wurde der Hang immer tiefer.

Hier noch Bilder von meinem Rennverlauf:



Bei aller Euphorie, ich war nicht mal in der Nähe der Spitzengruppe. Für mich war das Ganze reines Training. Die gesammelten Erfahrungen waren aber ungemein wichtig für mich.
Etwa 20min. vor Rennende mußte ich wegen einem Wahnsinnsproblem aufgeben: Unter dem Gummi meines Gasgriffs sammelte sich so viel Schlammsuppe, daß ich nur noch den Gummi, nicht mehr aber den Gasgriff drehte.
Damit war ein Vorwärtskommen leider nicht mehr möglich.
Egal, für mich war's auch so ein riesen Spaß!!!!


Allerdings hab ich eine Stunde gebraucht, bis der Dreck von der EXC wieder runter war.


Abschließend bleiben mir gute und wichtige Erfahrungen, die Erkenntnis, daß BMW-Ingenieure nicht zwangsläufig auch mit Digitalkameras umgehen können und eine EXC, die erst mal einiges an Zuneigung benötigt.
Danke an alle, die mich unterstütz haben!