About ::.
|
GM - INFOS |
|
|
GM: |
Archon |
|
|
|
|
ICQ: |
145813325 |
|
Ziele: |
Schönes Hockey |
|
Angstgegner: |
Six, El Dude, El Cid, Spuggy, Eibl |
|
Lieblingsgegner: |
Tekkno, Hermes, Fromanck, Ede, Hessehawk |
My two cents about Online-Hockey
My two cents about online-hockey...
|
Nur noch 40
Sekunden zu spielen. Bully im eigenen Drittel beim Spielstand von 2-2 gegen
die New Jersey Devils. Der Schiedsrichter wirft den Puck ein und Wes Walz
gewinnt das Duell gegen Niedermayr. Ein kurzer Rückpass auf Kuba, der mit
einem Blick erkennt, dass Andrew Brunette sich auf der linken Seite
freigelaufen hat. Mit zwei, drei schnellen Schritten beschleunigt Kuba und
spielt den Puck genau in den Lauf des Außenstürmers. Brunette weicht
geschickt einem Verteidiger an der blauen Linie aus und legt sich den Puck
für einen harten Schlagschuss zurecht. Gerade noch rechtzeitig sieht er den
jungen Marian Gaborik ins gegnerische Drittel stürmen. Ein genauer Pass auf
den Star der Wild, der die Scheibe elegant verwertet und Brodeur im Kasten
der Devils keine Chance lässt - genau in den Winkel - Toooooor! GM Archon
sitzt vor dem Bildschirm und reißt die Arme in die Höhe! Nur noch 24
Sekunden zu spielen und sein Team hat den vermeintlichen Siegtreffer
geschossen - vermeintlich? Ja richtig.. das Spiel ist noch nicht zu Ende... |
|
|
|
So oder ähnlich sieht er aus, der NHL Alltag eines Online-Spielers. In den meisten Online-Ligen gibt es dreißig Teams. Jedes Team wird von einem General Manager übernommen, dessen Tradepolitik und Spielweise die jeweilige Mannschaft zu Erfolgen führen soll. Naturgemäß sind nicht alle Menschen gleich - und GM´s schon gar nicht. Der eine spielt gerne Passfolgen ab, der nächste checkt alles um, was sich auf der Spielfläche bewegt und ein anderer GM umkreiselt die gegnerischen Abwehrspieler elegant. Ich habe sogar einmal erlebt, wie ein GM angefangen hat auf Zeit zu spielen bei einem Spielstand von 2:3. Da wurde nur noch hinter das eigene Tor gefahren und der Puck aus dem eigenen Drittel gepölt. Icing und das Spiel ging von vorne los. |
|
Grundsätzliche Regeln verhindern zwar, dass ein Stürmer wie ein
Eiskunstläufer durch die Reihen tanzt, um dann aus kürzester Distanz den
Puck elegant am Goalie einzuschieben, doch mit einem kleinen Querpass umgeht
man diese Regel einfach. So ist es dann kein Alleingang mehr, sondern ein
"schön" herausgespieltes Tor. Leider gibt es immer wieder GM´s, denen der
Erfolg des eigenen Teams mehr bedeutet, als ein faires Spiel. Im
gegnerischen Drittel werden die Abwehrspieler umkreiselt und man wartet, bis
endlich ein Stürmer am langen Pfosten freisteht. Eine Direktabnahme führt
dabei zu 75 % zum Torerfolg. Die grundsätzlichen Aussagen, dass bei einer
besseren Verteidigung so ein Tor ja nicht fallen würde, kann ich nicht
nachvollziehen. Es ist schlichtweg langweilig, nur auf ein einziges
Standard-Tor zu spielen. Da gleicht das Spiel einem Arcade-Game mit dem
einzigen Zweck, den Highscore an One-Timer-Goals ständig steigern zu können. |
|
|
|
Das es auch
anders geht, beweisen Spieler wie zum Beispiel Tampabolt, Fromanck, Ede oder
Tekkno, deren Spielweise der meinen sehr ähnlich ist. Diese Spiele sind
meist sehr ausgeglichen, wenige Checks auf beiden Seiten ermöglichen einen
ordentlichen Spielaufbau und es sind sogar taktische Einsätze zu erkennen.
Plumpes Drauflos-Checken sucht man vergeblich, vielmehr bringt der gezielte
Einsatz einzelner Checks den Gegner in Bedrängnis. Wer einem solchen Spiel
einmal zugesehen hat, weiß, warum Online-Hockey mich so fasziniert. Die
Spannung, die an den Nerven zehrt, die schön herausgespielten Tore und der
Schweiß auf der Stirn nach einem aufregenden Spiel - that´s online-hockey! |
|
|
|

|
Online Hockey - zu diesem Hobby bin ich erst spät gekommen. Angefangen hat meine Hockey-Leidenschaft am heimischen Rechner mit dem Programm Superstar Ice Hockey auf dem C 64 im Jahr 1987. Nächtelang spielte ich damals mit den Winnipeg Jets oder den Chicago Blackhawks in der Liga und hatte jede Menge Spaß dabei, die langsamen, pixeligen Männchen auf dem Bildschirm über das Eis zu bewegen. |
|
|
Mit dem ersten richtigen PC kam schnell das Verlangen auf, erneut Hockey auf dem Bildschirm zu erleben. Ausgerechnet meine Mutter war es, die ihrem mittlerweile 26 Jahre altem Sohn das Spiel NHL 1997 schenkte. Danke Mutter! Die Sucht war wieder da ! Anfangs staunte ich nicht schlecht, wie weit die Technik fortgeschritten war in den letzten 10 Jahren. Da gab es doch tatsächlich richtige Check- und Tor Videos im Intro des Spiels mit fetziger Rockmusik - Yeah! Auch mit diesem Spiel verbrachte ich einige hundert Stunden. Wahlteam waren immer noch die Chicago Blackhawks. |
|
|
Es war klar, dass der "Süchtige" Markus nun auch in den nächsten Jahren der Serie treu bleiben würde. Auch mit NHL 98 und NHL 99 wurde der Stanley Cup erspielt, wieder mit den Chicago Blackhawks. Die gewachsene Verbindung zu Chicago war durch die Arbeit mit Thyssen Speciality Steels Chicago entstanden, der Einkaufsleiter ist ein Hockeynarr und (natürlich) Blackhawks-Fan. So wurde ich fast täglich mit den neuesten Geschichten und Statistiken des Teams versorgt. |
|
|
Wer hätte das gedacht! Nach einiger Zeit fand ich endlich Offline Spielpartner für mein zweitliebstes Hobby. Mit den Veröffentlichungen von NHL 2000 und NHL 2001 gewann ich dann sogar den (leider nur inoffiziellen) Titel des Wittener-Offline-Hockey-Meisters, kurz: WOHM. Zwar spiele ich seit ewigen Zeiten am heimischen Rechenknecht Eishockey, doch erst im Jahr 2002 beteiligte ich mich erstmals an einer Online-Liga, der Virtual Hockey Community. In dieser Liga waren grad die Minnesota Wild freigeworden, ein Team, dass erst im Jahr 2000 das erste Mal an der NHL teilnahm. Mir gefiel die Idee, GM einer noch so jungen Mannschaft zu sein, und so übernahm ich die Rolle als General Manager in Minnesota. |
|
|
Mittlerweile stehe ich in der zweiten Saison mit den Wild und bin überzeugter Minnesota-Fan geworden. An der Wand das passende Trikot, der Autogrammpuck vor dem Bildschirm, die Kappe auf dem Monitor und etliche Upper-Deck-Cards an der grossen Pinwand, so erlebe ich den Online-Sport stilgerecht. Verrückt? Ja mag sein, aber ich habe eine Menge Spaß dabei! |